Langwedeler Vorzeigespielplatz am Schwarzen Berg

Viele Mosaiksteinchen für einen echten Hingucker

Am vergangenen Wochenende wurde letzte Hand angelegt, nun ist sie fertig: Die alte Brücke ist nicht nur in den neuen Spielplatz integriert, sondern ist auch noch mit einer Mosaikwasserlandschaft und einem Regenbogen versehen worden. - Foto: Hustedt

Langwedel - Im Rahmen der Erarbeitung des Spielplatzkonzeptes im Flecken Langwedel beschlossen die Mitglieder der zuständigen Arbeitsgruppe, die historische Brücke auf dem Spielplatz Schwarzer Berg als Blickpunkt zu erhalten und bunt zu gestalten. Die Brücke soll außerdem die Kinder zu Fragen animieren, sie neugierig machen auf die Geschichte Langwedels.

Also waren kreative Köpfe gefragt, die mit Farbe und Fliesenmosaik einen zusätzlichen Hingucker auf dem Spielplatz gestalteten. Für die Betreuung des Projekts gewann die Arbeitsgruppe die Kunstpädagogin Katja Lindemann aus Osterholz-Scharmbeck, die dort Workshops in Sachen Speckstein und Mosaik anbietet. Sie ist eine der wenigen Künstlerinnen in der näheren Umgebung, die sich in der Arbeit mit kleinen Mosaikteilchen auskennt – und für für diese aufwändige Gestaltungsmöglichkeit hatte sich das Team entschieden. 

Es sollten Motive verwendet werden, die einerseits Bezug zum Bach haben als auch eine Verbindung zur Gestaltung des Goldbachtunnels mit seiner Unterwasserwelt herstellen.

Die Reinigung und die größere Vorbehandlung der alten Brücke übernahmen Mitarbeiter des Bauhofs. Es wurde ein 700 Liter fassendes Wasserfass und ein Dixi-WC bereitgestellt. So war die Arbeitsgruppe für alle Fälle ausgerüstet. An einem Montag Mitte Juli, wurden Probestücke mit Mosaiksteinchen hergestellt und langsam bekamen die Helferinnen eine Vorstellung davon, auf was sie sich bei einer Brücke von sechs Metern Länge eingelassen hatten.

Die Arbeiten waren überaus sauber und konzentriert auszuführen und das war äußerst zeitaufwändig. Am Dienstag startete dann das Projekt vor Ort und alle gingen optimistisch und gut gelaunt ans Werk. Unterschiedliche Motive wurden mit Fliesenkleber und bunten zerschlagenen Fliesenteilchen an den Rundbögen der Brücke angebracht. Einige Teiler der Brücke wurden abschließend mit Fassadenfarbe gestrichen.

Nach etwa 80 kunstpädagogischen Arbeitsstunden und 250 Arbeitsstunden der übrigen Arbeitsgruppe wurde das Werk am vergangenen Sonntag fertiggestellt. Kurz vor Abschluss der Arbeiten schaute Bürgermeister Andreas Brandt vorbei und lobte die hervorragende Arbeit Katja Lindemanns sowie von Sigrid Ernst, Jutta Gründemann, Alena Blume, Eva Skrzypczinski und Theda Henken, sie hatte auch täglich für einen kleinen Imbiss gesorgt. Um 15 Uhr dann endlich konnten die fleißigen Künstlerinnen ihre Arbeit beenden und sich stolz ihr Werk anschauen.

Zur Geschichte der Brücke sei noch gesagt, dass einst der Mühlenbach aus Richtung Autobahn kommend in verschiedenen Windungen in Richtung Bahnhof und dann weiter zur Burg (1226) floss, um den Graben um die Bug mit Wasser zu versorgen. Aus dem Wasser des Burggrabens wurde auch die Wassermühle betrieben, um dort Korn zu mahlen. Reste des längst trocken gelegten Baches sind hinter dem Häuslingshaus und in Höhe des Ehrenmals zu sehen. Daher ist es möglich, dass die Brücke auf dem Spielplatz Schwarzer Berg einst, als der Mühlenbach noch Wasser führte, als Überquerung diente.

Es lohnt sich auf jeden Fall, den Spielplatz zu besuchen, aber nicht nur wegen dem zusätzlichen Hingucker. Wer neugierig geworden ist, sollte einfach vorbeischauen, die Brücke am Schwarzen Berg mit den Kindern anschauen und die vielen Spielgeräte nutzen. Die großen Leute können es sich derweil ja auf den Bänken auf dem Spielplatz gemütlich machen.

hu

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