Schaufahren der IG Schiffsmodellbau im Burgbad 

Sogar Segler „Gorch Fock“ schippert übers Wasser

Torsten Knuppe aus Cluvenhagen ließ erstmals seinen Modellnachbau des Seglers „Gorch Fock“ zu Wasser. Keine einfache Aufgabe: Die Miniaturausgabe des Schiffs wiegt immerhin 25 Kilogramm.

Langwedel - Beim dritten Schaufahren der IG Schiffsmodellbau sind am vergangenen Sonntag im Langwedeler Burgbad Modellbauer und an den Modellbauten Interessierte aus der weiten Region zusammengekommen.

Außerdem konnte jeder in Absprache mit den anderen Schiffsmodellbauern seine Boote zu Wasser lassen, wobei die Bandbreite der Modelle vom kleinen Rennboot über imposante Dampfschiffe, U-Boote und Segelschiffe, bis hin zum zweieinhalb Meter großen Kriegsschiff reichte. Und für Torsten Knuppe war es sogar ein ganz besonderer Tag, an dem der Cluvenhagener erstmals seinen Modellnachbau des Seglers „Gorch Fock“ zu Wasser ließ.

Blubbernd tauchte das U-Boot im Nichtschwimmerbecken auf und verpasste dabei haarscharf ein vorbei „rasendes“ Sportboot. „Mit einem U-Boot muss man vorsichtig sein, damit man nicht mit den anderen Schiffen kollidiert oder sie möglicherweise sogar versenkt“, erklärte Klaus-Dieter Wolk den Umstehenden, während ein Fischerboot mit gemäßigtem Tempo vorbei schipperte und sich die Flitzer und die Modellboote kleine Rennen lieferten.

Im Nicht- und Schwimmerbecken im Burgbad war ganz schön was los. Rund 50 Schiffe – Yachten, Fähren, Rettungs- und Spezialschiffe – waren am Rande der Schwimmbecken ausgestellt oder fuhren mit surrenden Motoren im Wasser.

Das Greenpeace-Schiff „Sirius“ eines Verdener Modellbauers funktioniert sogar per Autopilot. - Fotos: Niemann

Modellbaufahrer Knuppe hat diese Leidenschaft erst unlängst für sich entdeckt. Bedauernd muss er zugeben, dass er seine Gorch Fock nicht selbst gebaut hat. „Die DLRG-Ortsgruppe Langwedel und das Burgbad-Team haben mir das Schiffsmodell zum 50. Geburtstag geschenkt“, erzählte er. Aber Knuppe weiß, dass ein Celler Modellbauer etwa fünf Jahre an dem Modellschiff gearbeitet hat, dessen Jungfernfahrt der neue Besitzer mit Nervosität absolvierte. „Wenn das Schiff kippt, geht es schnell unter. Mir bleibt dann gar nichts anderes übrig, als ins Wasser zu springen“, so Knuppe. Für den Stapellauf hatte er sich daher auch Hilfe mitgebracht. Denn die Miniaturausgabe des Traditionsseglers wiegt schließlich beachtliche 25 Kilogramm.

„Das hier ist eine schöne Anlage, auf der es Spaß macht, sein Boot fahren zu lassen“, hatte ein Verdener Modellbaufreund nur Lob für die Veranstaltung übrig. Er hatte ein Modell des Greenpeace-Schiffs „Sirius“ mitgebracht, das er im Schwimmerbecken fahren ließ. „Ich sehe darin eine Möglichkeit eine Organisation zu unterstützen, von der ich überzeugt bin“, erklärte er seine Intention und Begeisterung für gerade dieses Schiff. Die Sirius hatte der Modellfreund ursprünglich als Standmodell erworben und in den vergangenen Wochen seetüchtig gemacht. „Es läuft sogar per Autopilot. Es funktioniert“, sagte er. „Das macht mich ein bisschen stolz.“

Schaufahren der IG Schiffsmodellbau

Auch mit der Organisation Greenpeace hat der Verdener inzwischen Kontakt aufgenommen und für ihn relevante Fragen geklärt. „Die waren sehr interessiert und freundlich“, erzählte er. Besonders freute er sich natürlich über die vielen positiven Kommentare im Burgbad. „Kindern fällt vor allem die bunte Bemalung auf und dann werden sie von ihren Eltern aufgeklärt, welchem Zweck dieses Schiff dient.“ 

nie

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