Morgen zum ökumenischen Kreuzweg / Menschen für Umwelt sensibilisieren

Vom verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung

Beim letzten Treffen der Organisatoren diese Woche in Verden stand bereits das bolivianische Schöpfungskreuz bereit, das am Sonntag an der Spitze des Kreuzweges getragen wird.
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Beim letzten Treffen der Organisatoren diese Woche in Verden stand bereits das bolivianische Schöpfungskreuz bereit, das am Sonntag an der Spitze des Kreuzweges getragen wird.

Verden/Langwedel - Vielfach sind die Bürger in der Region schon gegen die Praktiken der Erdgasindustrie auf die Straße gegangen. Morgen besteht dazu wieder die Möglichkeit. Das Bistum Hildesheim hat die Gemeinde Langwedel für den ökumenischen Kreuzweg der Schöpfung ausgewählt.

Leise, aber deutlich soll dort morgen, ab 14 Uhr, mit einem Spaziergang von Holtebüttel nach Völkersen über den alten Mönchsweg an einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung erinnert werden.

Seit sechs Jahren veranstaltet das Bistum Hildesheim jährlich den ökumenischen Kreuzweg der Schöpfung. Während der Fastenzeit führt er an immer verschiedene Orte, wo an der Bewahrung der Schöpfung gerüttelt wird, erklärt Eberhard Walther von der Verdener Propsteigemeinde St. Josef.

Weil der Erhalt der Schöpfung jeden betrifft, gehen und organisieren Mitglieder des katholischen Dekanats Verden den Kreuzweg gemeinsam mit Vertretern des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Verden. An den Planungen beteiligt war auch Thomas Vogel von der Bürgerinitiative „No Fracking“ in Völkersen. Es ist eine ökumenische Veranstaltung, an der jeder unabhängig von seinem Glauben oder Nicht-Glauben teilnehmen kann.

„Ausgewählt werden immer wieder Orte, an denen gedankenlos und verantwortungslos mit der Schöpfung umgegangen wird“, sagt Walther zu der Idee des Kreuzweges. „Es geht nicht darum, dass kein Gas mehr gefördert werden soll und es ist auch keine Protestaktion“, betont der Verdener und weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass insbesondere auf dem Friedhof in Schülingen, wo an der Kapelle ein Zwischenstop eingelegt wird, keine Banner hochgehalten werden sollen. Für Trillerpfeifen und dergleichen scheint dieser Ort, vielleicht die gesamte Veranstaltung unangemessen.

Mit dem Kreuzweg will man die Menschen hinsichtlich der Schöpfungsverantwortung sensibilisieren, was zugleich bedeutet, dass jeder sein persönliches Verhalten beim Energieverbrauch überdenken sollte, so Walther. „Denn die Bewahrung der Schöpfung ist für alle nachfolgenden Generationen von Bedeutung.“

Um 14 Uhr geht es vom Treffpunkt an der Freilichtbühne Holtebüttel über Schülingen zur Kapelle in Völkersen, wo es zum Abschluss eine ökumenische Wortgottesfeier geben wird. Angekündigt hat sich dafür bereits Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

wb

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