Grundschule Langwedel: Das digitale Zeitalter ist in der Bibliothek angekommen

Hinter den Büchern piept es

Kurz den Strichcode gesacannt, es piept, fertig – der nächste Bücherwurm bitte. Die Buchausleihe in der Grundschule Langwedel geht jetzt dank des Arbeitseinsatzes des Büchereiteams und von Sponsoren erhebllich flotter und einfacher. - Foto: Wenck

Langwedel - Wenn das jetzt gleich nicht funktioniert, dann gibt es eine Schlange bis rauf auf den Flur. Oder noch länger. Es werden viele Kinder kommen, das ist mal sicher. Aber ganz sicher.

Schließlich ist seit zwei Wochen schon wieder Schule, und in diesen langen zwei Wochen hatte die Bücherei der Grundschule Langwedel nicht einmal auf. Geht gar nicht. Hatte aber einen guten Grund. Wenn die Kinder die Mitglieder vom Büchereiteam in der Schule erspähten, kam immer die Frage: „Ist heute wieder Bücherei?“ Die ernüchternde Antwort lautete: „Nein.“

„Oooch. Aber es ist doch Freitag...“ Das gleiche Spiel gab es übrigens auch am Dienstag. Aber der Hintergrund der verzögerten Büchereiöffnung ist ein guter: Die Bibliothek wurde digitalisiert. Alle Bücher (und das sind mehr als 2.000 Stück) wurden erfasst, sind jetzt im Computer gespeichert.

Alle Kinder der Schule von der zweiten bis zur vierten Klassen bekamen einen Büchereiausweis. Da ist genau wie auf den Büchern ein Barcode drauf. Kurz gescannt – und man weiß, welches Kind welches Buch ausgeliehen hat. Und seit wann schon. So etwas ist nicht verkehrt, wenn Bücher nicht in der vereinbarten Zeit zurückgegeben werden. Soll ja mal vorkommen. Bisher herrschte da in der 1999 gegründeten Langwedeler Schulbücherei noch das Kärtchen und Kästchensystem. Alles war per Hand eingetragen, musste mühsam wieder rausgesucht werden.

Und nu? Stehen die ersten Mädchen und Jungen mit ihrem neuen Büchereiausweis vor der Tür... machen einen langen Hals... „Kommt rein, traut Euch“, ruft Wiebke Beckmann aus dem Büchereiteam, zu dem auch noch Ina Panayong, Alex Meyer, Anne Meeßen, Inka Bramstedt, Simone Meyer-Habisch und Gritta Flegen-Bösemann gehören.

Nach besagter Aufforderung gibt es kein Halten mehr. Ran an die Bücher. Mancher schmökert noch ein bisschen. Andere haben gleich das Objekt der Begierde gefunden, ab zum Servicetisch, es piept zweimal, fertig. Schlangen? Nicht die Bohne. „Heute ist aber auch nur Ausleihe und keine Rückgabe“, gibt Claas Meineke, der Vorsitzende vom Förderverein der Grundschule zu bedenken. 

Meineke will auch mal gucken, wie es läuft. Die Anschaffung der Software zur Digitalisierung der Bibliothek hat der Förderverein bezahlt. Das PC-System hat die Firma Lifepark aus Posthausen gesponsert.

Unterstützung kann die Bücherei übrigens immer gebrauchen. Freiwillige Helfer sind zu allen Zeiten als Verstärkung des Büchereiteams herzlich willkommen.

Ah, nicht zu vergessen: Die neuen Erstklässler bekommen ihren neuen Ausweis in einer Woche. Wenn sie in der Bibliothek ihren Büchereiführerschein machen.

jw

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