„Geschichte, Handwerk, Häuser“ mit 600 Bildern

Die gute alte Zeit und das Etelsen von heute

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Heinrich Struckmann mit seinem Buch vor der Etelser Mühle, die er zusammen mit vielen anderen renovierte. Nun ist sie wieder das weithin sichtbare Wahrzeichen des Dorfes.

Etelsen - Nun besteht die letzte Gelegenheit, sich eines der wenigen noch nicht verkauften Exemplare des Buches „Etelser Bilder – Geschichte, Handwerk, Häuser“ von Autor Heinrich Struckmann zu sichern. Er veröffentlicht darin rund 600 alte und neue Fotos und Zeichnungen sowie die Texte dazu. Sie zeigen die Veränderungen, die sich in Etelsen vollzogen haben.

Er veröffentlicht darin rund 600 alte und neue Fotos und Zeichnungen sowie die Texte dazu. Sie zeigen die Veränderungen, die sich in Etelsen vollzogen haben. Das alte Etelsen präsentiert sich als funktionierendes Dorf, das für alle Bedürfnisse der Bevölkerung gerüstet war.

Heute gibt es das nicht mehr; der Ort hat zwar heute einen Supermarkt, doch jetzt ist die Vielfalt von damals verschwunden. Die Bürger leben und schlafen in ihren Häusern und Wohnungen in Etelsen, und es gefällt ihnen hier sehr gut. Zur Arbeit geht es aber zumeist mit der Eisenbahn nach Bremen. Mit dem Verlegen der Schienen und dem Bau des Bahnhofs, der bereits platt gemacht wurde, begann eine andere Zeit.

Auch die Architektur hat sich grundlegend verändert: Die alten Gebäude bezauberten durch ihre verspielte Gestaltung der Fassaden. Heute gibt es fast ausschließlich glatte Wände ohne jeden Zierrat. Die Gegenüberstellung macht das deutlich. So erging es auch dem Orthschen Geschäftshaus, in dem heute die Mediziner Dr. Grundmann und Dr. Meyer praktizieren.

Wie dieser Laden vor 70 Jahren aussah, beschreibt Magdalene Künzel. Bevor sie begann, ging sie zum Friedhof und holte sich von Anni und Wilhelm Orth die Erlaubnis ein. Die freuten sich, spürte Magdalene und antworteten ihr: „Ja, Malene, das mach mal“. „Hier geht es durch die Klingeltür – und wir sind im Laden“, fängt sie an. Der hatte alles zu bieten. Lebensmittel, Schippen, Spaten und anderes mehr, darunter auch das „letzte Hemd“.

In der Weihnachtszeit wurde die Stube mit in den Laden einbezogen. Opa bekam zum Fest eine Manchesterhose, Oma eine neue Nachtmütze, die Mutter eine Schürze und Vater eine Blaujacke…

Diese in der Ichform erzählte Geschichte ist so amüsant und auch informativ, dass sie jeder Etelser gelesen haben sollte. Jetzt eröffnet sich für einige die letzte Möglichkeit, indem sie sich das Buch sichern. Es enthält 600 Fotos aus Heini Struckmanns Archiv und von anderen. Das großformatige Buch ist seine 25 Euro allemal wert.

Es kann in der Poststelle Etelsen (Meyer Baustoffe), Bahnhofstraße 16, gekauft werden.

ost

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