Abschlussfest nach einem ganzen Ausbildungsjahr soll nicht das Ende sein

Gesundheit für alle

Frauke Stomberg (re.) ist jetzt nicht nur Fachberaterin sondern auch Kita-Coach in Sachen Gesundheitsförderung.

Etelsen - „Gesundheit macht Spaß.“ Wer hätte das gedacht. Unter oben genannten Motto stand jetzt ein Fest in der Kindertagesstätte Berkels in Etelsen gefeiert. Das Fest fiel aber nicht einfach so vom Himmel und sollte auch nicht dazu dienen, Eltern und Kindern einmalig ein paar Tipps für ein gesünderes Leben zu geben. Da steckt viel mehr dahinter. Was auch mit Frauke Stomberg zu tun hat, der Fachberaterin für Kindertagesstätten.

Kinder im Alter ab zwei Jahren gehen in die Kita Berkels, es gibt eine Ganztagesgruppe. Da kommen gut und gern acht bis neun Stunden zusammen, in denen die kleinen Menschen im Kindergarten spielen, essen, trinken, lernen, ausruhen...

„Die Kita wird immer mehr zum Lebensraum“, sagt Frauke Stomberg. Neben dem Elternhaus ist der Kindergarten der wichtigste Ort im Leben der Mädchen und Jungen – auch hier werden sie für ihr späteres Leben geprägt. Wo also könnte man besser Grundlagen für einen gesunden Lebensstil schaffen?

Total spannend, so ein Fühlpfad. Vor allem wenn man sich mit verbundenen Augen darüber weg führen lässt. Aber das war nur eine der vielen Stationen beim Fest „Gesundheit macht Spaß“ an der Kita Berkels. - Fotos: Wenck

Genau aus diesem Grund gibt es ein vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördertes Programm, dass sich eine professionelle Begleitung auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden Kita zum Ziel gesetzt hat. Dafür gibt es eine einjährige Ausbildung zum Kita-Coach und diese Zusatzausbildung hat im Frauke Stomberg in Zusammenarbeit mit der Kita Berkels in Etelsen in Angriff genommen.

„Hier auf dem Berkels hat man schon eine Menge getan, wie in anderen Kitas auch“, meint Stomberg. Aber man kann immer gucken, ob im Bereich Gesundheitsförderung nicht doch noch irgendwo ein bisschen mehr geht.

Und da geht tatsächlich immer was – aber eben nicht oberlehrerhaft von oben aufgedrückt. Alle machen mit, alle bringen sich mit ein. So soll das funktionieren. Das bedeutet dann, dass das ganze Kindergartenteam mitarbeitet, guckt was es braucht, damit es den Mitarbeiterinnen besser geht, sie selbst gesünder unterwegs sind.

Genauso wie das Kita-Team bei seiner Arbeit das ganze Kind im Blick hat, haben die nämlich auch die Erwachsenen im Auge und schauen, was die vorleben. Was dann auch wieder der Grund ist, warum die Kita-Leute unbedingt die Eltern mit im Boot haben möchten. Wirklich gut funktioniert das mit der gesunden Lebenswelt nur gemeinsam, die lässt sich nicht verordnen, schon gar nicht auf einen Schlag, sondern Schritt für Schritt erarbeiten. Auch nach dem Fest.

Obwohl, „erarbeiten“ klingt ja nicht so unbedingt nach Vergnügen...

Ausgewogene Ernährung, Bewegung, verlässliche Entspannungsphasen, die Vermittlung vielfältiger Sinneseindrücke – klar kann das Spaß machen: Bällebad, Fühlpfad, Schwungtuch, Parcours mit geschlossenen Augen, mit Rasierschaum spielen, Joggen („Keine Angst, nur eine kleine Runde“), eine Gipshand machen, Klettern, Musik, Massagen, Vorlesen, gesundes Essen knabbern. Alles dabei – für Kinder, ihre Geschwister, die Eltern und das Kita-Team, alle zusammen und gemeinsam. 

jw

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