SPD, CDU und WGL wollen manches schaffen

„Flaniermeile light“, aber auch mehr Wohnungen und Gewerbe

Die Ortskerne, wie hier die Große Straße in Langwedel, sollen attraktiver gestaltet werden. Das ist zumindest ein Anliegen der beiden großen Fraktionen SPD und CDU. - Foto: Mix

Langwedel - Eine „Flaniermeile light“ für Langwedel schwebt dem CDU-Vormann Thomas Maruhn vor. Aber auch SPD-Chef Bernd Michallik will die „Ortskerne attraktiver gestalten“. Und mit dem WGL-Fraktionsvorsitzenden Gerd Landzettel sind sie sich einig, den Wohnbau und die Gewerbeansiedlung im Flecken anzukurbeln. Wenn am 1. November der neue Gemeinderat seine Arbeit aufnimmt, sind große Auseinandersetzungen eher nicht zu erwarten.

Michallik freut sich auf Nachfrage dieser Zeitung zunächst mal, dass die Sozialdemokraten im Flecken Langwedel bei der Gemeinderatswahl am vorigen Sonntag mit 42,2 Prozent der Stimmen klarer Sieger geworden sind und damit „das beste SPD-Ergebnis im Landkreis“ erzielt haben. Obwohl von der Partei auf Bundesebene alles andere als Rückenwind gekommen sei, habe die SPD in Langwedel um 0,8 Prozent zugelegt und erneut elf Sitze im Gemeinderat errungen. „Wir haben vor Ort gut gearbeitet und keine falschen Versprechungen gemacht“, begründet Michallik den Erfolg.

Mit der CDU und der WGL, die die beiden anderen Fraktionen im künftigen Gemeinderat stellen, werde die SPD Gespräche hinsichtlich einer möglichen Zusammenarbeit führen, kündigte Michallik an. „Aber feste Koalitionen wird es kaum geben. Wir werden wohl bei Sachthemen von Fall zu Fall entscheiden, ob gemeinsame Positionen zu erreichen sind.“

Klar ist für den SPD-Vorsitzenden, dass der rund 15 Millionen Euro kostende Neubau der Oberschule in die Tat umgesetzt werden müsse und die Gemeinde für ausreichend Plätze in Krippen und Kindergärten sorgen müsse. Michallik spricht sich auch dafür aus, neue Wohngebiete auszuweisen, „ohne den dörflichen Charakter zu gefährden“. Aber es sei wichtig, junge Familien anzulocken, „sonst überaltern wir hier“.

CDU-Chef Thomas Maruhn zeigt sich mit den bei der Wahl erzielten 31,6 Prozent der Stimmen seiner Partei und erneut acht Sitzen im Rat zufrieden. „Dass die Grünen nicht mehr mitmachen, ist sehr schade“, bedauert er ausdrücklich. In den vergangenen fünf Jahren habe es mit Petra und Norbert Krüler sowie Karlheinz Glander eine „sehr konstruktive Zusammenarbeit“ gegeben. Maruhn rechnet damit, dass die CDU sich mit der SPD in der neuen Ratsperiode „in Kernfragen abstimmen werde“.

Das Gewerbegebiet zu erweitern, sei ein wesentliches Anliegen der Christdemokraten. Auch gelte es, den Schulneubau hinzubekommen „und dabei die Finanzen gesund zu halten“. Als einen Baustein der „Flaniermeile light“ in Langwedel nennt Maruhn, Sitzmöglichkeiten am Goldbach zu schaffen. Etelsen könnte seiner Meinung nach durch „Wasserspiele“ auf dem Dorfland aufgewertet werden, aber auch mehr Einkaufsmöglichkeiten seien dort nötig.

Mit dem „besten Ergebnis in der Geschichte der WGL“, nämlich 20,5 Prozent der Stimmen und fünf Sitzen, im Rücken geht die Wählergruppe im Flecken Langwedel die Arbeit im neuen Rat an. „Die Großen müssen auf uns zukommen“, sagt der langjährige Fraktionschef Gerd Landzettel mit Blick auf etwaige Kooperationen mit SPD und CDU. „Wir stellen uns aber eher auf Opposition ein.“

Die WGL halte neue Baugebiete für erstrebenswert, etwa in Etelsen-Berkels und in Völkersen. „Nicht zuletzt, um Steuereinnahmen zu erzielen“, erklärt Landzettel. Auch gelte es, erneuerbare Energien zu fördern; beispielsweise durch Photovoltaik auf Dächern öffentlicher Gebäude. Zudem werde die WGL „darauf achten, die Abwassergebühr bürgerfreundlich zu gestalten“.

mm

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