Fast 600 Kilometer sind bis nach Polen zurückzulegen

Fitte Senioren auf dem Rad mit dem Ziel Stettin unterwegs

Kurz vor dem Start im Stubbenweg auf dem Berkels (v. li.): Claus Homann, Siegfried Aldag, Manfred Klein, Peter Coors, Rolf Mühlenfeld und Karl-Heinz Bresagk. Es fehlt Karl-Hermann Spanuth, der wegen eines orthopädischen Eingriffs nicht mit konnte. - Foto: Ostmann

Etelsen - Sechs Kerle aus echtem Schrot und Korn treten kräftig in die Pedale. Das Besondere: Sie sind fast 70 Jahre alt und schon weit drüber und Mitglieder des Radfahrervereins Etelsen. Sonst fahren sie jährlich zum Bundestreffen der Radler. Diesmal können sie zum angesetzten Termin nicht teilnehmen. Deshalb nehmen sie eine eigene Tour unter die Räder. Ihr Ziel: Stettin in Polen.

Doch gemach: Sie werden nicht die ganze Strecke auf dem Rad zurücklegen. Startpunkt ist Görlitz. Dahin kommen sie mit einem Bus, den Dieter Bösche steuert.

Hinter dem Fahrzeug ist ein Anhänger angekuppelt, auf dem die Fahrräder transportiert werden. Er ist für diese Aufgabe eigens von den Radlern ausgebaut worden.

Erste Etappe startet noch gemächlich

In Görlitz steigen die fitten Senioren - Peter Coors, Manfred Klein, Siegfried Aldag, Karl-Heinz Bresagk, Claus Homann und Rolf Mühlenfeld - auf ihre Tourenräder und nehmen die Strecke in Angriff, die Claus Homann ausgetüftelt hat, wobei er den Oder-Neiße-Radweg mit einbezogen hat. Es geht gemächlich los. Die erste Etappe ab Görlitz ist nur 25 Kilometer lang. Endpunkt des Tages ist stets ein Hotel, in dem die ganze Truppe unterkommt und sicherlich vergnügliche Abende verleben wird.

Auch auf der Strecke werden sie viel Neues sehen und schöne Begegnungen erleben. Es ist ebenfalls ein Abstecher vorgesehen, der sie nach Groß-Kölzig führen wird. Zu dem Ort hat Karl-Heinz Bresagk eine besondere Beziehung. Sowohl Großvater als auch Vater von ihm betrieben dort eine Gastwirtschaft. Sohn beziehungsweise Enkel trat in ihre Fußstapfen: Karl-Heinz Bresagk wurde auch Koch und Gastronom.

Die Etelser Radler fahren von Görlitz nach Bad Muskau, Guben, Frankfuhrt an der Oder, Hohnwetzen, Penkun bis nach Stettin.

Oder-Neiße-Radweg mit einbezogen

Die einstmals preußische Stadt fiel nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen. Hier werden sie einiges zu sehen bekommen. Die Stadt ist voller historischer Bauten, doch auch viel Modernes gibt es zu entdecken.

Danach setzen sich alle wieder in den Bus und rollen per Motorkraft zurück nach Etelsen.

ost

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