Petra Mattfeldt legt ihren zweiten Krimi vor

Falko Cornelsen ermittelt – und kriegt es knüppeldick

„Eine coole Socke“ ist für Petra Mattfeldt Profiler Falko Cornelsen, der dieses Mal in Flensburg ermittelt. Und zwar in aller Ruhe und überlegt – obwohl eine Leiche der nächsten folgt und die Ermittler schnell sein müssen, um weitere Tote zu verhindern. - Foto: Wenck

Daverden - Der Herr Rechtsanwalt stand auf Schmerzen und Erniedrigung. Aber sein Ableben im Keller einer Domina entpuppt sich als Mord. Da ist der Fall des Richters, der von der Decke seines Büros baumelt, schon eindeutiger.

Man hat ihn auf blutige und definitiv schmerzhafte Weise von seinen Geschlechtsorganen befreit. Da hat es der Rechtsanwalt leichter gehabt: Er wird einfach vor seinem Haus erschossen. Wer nun meint, jetzt reicht es aber, der ist schief gewickelt. Für Kommisar Falko Cornelsen kommt es bei seinem neuesten Fall knüppeldick.

Schuld daran ist die Daverdener Autorin Petra Mattfeldt. Sie schickt den Lünebürger Profiler Falko Cornelsen in „Tod und Spiele“ (erschienen im Gmeiner Verlag) auf einen Törn an die Ostsee. Vorgeblich, damit er Abstand von seinen privaten Problemen gewinnt. In Flensburg besucht Falko einen alten Freund und Kollegen – und während die beiden Männer noch ihr Wiedersehen feiern, setzt an der Förde das große Morden ein. Dazu entwickelt Mattfeldt in ihrem Krimi einen zweiten Handlungsstrang um organisierten Kindesmißbrauch.

Während Falko und die Flensburger versuchen, dem oder den Tätern auf die Spur zu kommen, spekuliert der geneigte Krimileser seinerseit schon mal munter über Täter und Motiv, Zusammenhänge – und wird am Ende feststellen müssen, dass er auf der falschen Fährte war. Was zumindest für den Autor dieser Zeilen gilt.

In „Tod und Spiele“ hat sich das Sterben mit den gemeuchelten Juristen noch nicht erledigt. Die Töchter eines Flensburger Baulöwen werden entführt... und auch die Polizei lebt gefährlich.

Muss das eigentlich immer so brutal sein? Die Frage bekommt die Autorin auch schon mal von Verlagsseite. Antwort: Es muss. Das wahre Leben ist nur zu oft noch viel brutaler. Und ein Mörder guckt nicht auf die Befindlichkeiten seiner Opfer.

„Alles was ich schreibe, will ich schreiben“, sagt Petra Mattfeldt. Falko Cornelsen gehört dazu. Obwohl die historischen Romane, die sie unter den Pseudonymen Caren Benedikt und Ellin Carsta veröffentlich hat, kommerziell erfolgreicher sind und mit schöner Regelmäßigkeit an die Spitze der Verkaufscharts klettern.

Natürlich liegen der Schriftstellerin alle ihre Figuren am Herzen, was soll sie anderes sagen. Aber Falko ist vielleicht etwas Besonderes. „Eine echt coole Socke“, findet Mattfeldt. „Ein erwachsener Mann. Er hat was von einem mich begleitenden Freund.“ Und dann bleibt der Profiler bei seinen Ermittlungen auch immer so ruhig. „Das totale Gegenteil von mir.“

Ruhe ist bei der Autorin in Sachen Geschichten erzählen auch nicht drin. Sicher, es ist unbedingt ein gerüttelt Maß an Arbeit und Disziplin von Nöten. Egal ob Krimi, historischer Roman oder Jugendbuch. „Ich kann gar nicht so schnell schreiben, wie ich Ideen habe.“

Dabei nimmt sie für ihre Bücher ein Grundgerüst her. Der Anfang steht, das Ende im Blick, dann geht es los. „Vieles, was zwischendurch passiert, weiß ich da auch noch nicht. Das kommt dann, wenn es soweit ist.“

Falko Cornelsen ist in seinem zweiten Fall auf jeden Fall als Figur weiter als im ersten Buch. Der Kommissar hat sich entwickelt, genauso wie Petra Mattfeldt als Krimiautorin. Bleibt eigentlich nur noch, in den Gesang des Chores aus Verlag und Fans mit einzustimmen: „Wir wollen mehr, wann ermittelt Falko das nächste Mal?“ Caren Benedikt, Ellin Carsta und Petra Mattfeldt haben mit anderen Projekten mehr als genug zu tun...

Aber Falko Cornelsen kommt zurück. Im Sommer 2017. Es wird eine unschöne Begegnung auf einer Beerdigung geben, ein alter Fall einer Kollegin spielt eine Rolle – und der so bedachte, in sich ruhende Kommissar wird sich bei seinen Ermittlungen wohl auch etwas außerhalb der Legalität bewegen müssen. Soviel verrät Petra Mattfeldt schon. Die Frau weiß nicht nur, wie man Geschichten erzählt, sondern auch, wie man Leser anlockt und bei der Stange hält.

jw

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