Tag der offenen Tür der Waldheim Gruppe

Einmal im Jahr ist in Cluvenhagen richtig was los

Viele Informationen über das breite Angebot der Stiftung Waldheim und der Helene-Grulke-Schule wird es geben unter anderem von (v.li.) Mirco Malke (Fachbereichsleitung Ambulante Dienste), Andreas Köhn (1. Vorsitzender der Bewohnervertretung) Tanja Zerbst (Wohnbereichsleitung), Saskia Schirmacher (Wohnbereichsleitung und Beratungsstelle ANdersSEHEN). - Foto: Waldheim Gruppe

Cluvenhagen - Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Banner an der Hauptstraße kündigen es seit Tagen an: Bald ist wieder „Tag der offenen Tür“ in der Stiftung Waldheim und der dazugehörigen Helene-Grulke-Schule, einzige Förderschule für Geistige Entwicklung im Landkreis Verden.

„Dann ist hier richtig viel los“, sagt Andreas Köhn von der Bewohnervertretung. Als erster Vorsitzender ist er das offizielle Sprachrohr aller Bewohnerinnen und Bewohner, die dezentral oder stationär in der Stiftung Waldheim wohnen. Zurzeit sind es 35 Wohngemeinschaften, die sich auf die Stadt Achim und die Gemeinden Langwedel sowie zukünftig Thedinghausen verteilen. „Im Moment sind wir 346 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung“, so Köhn, der in Achim wohnt und in Bremen arbeitet.

Informationen wie diese gehören ebenso zum bunten Programm am „Tag der offenen Tür“ wie Mitteilungen zum Neubau einer Wohnstätte in Thedinghausen, Neuestes zum Thema „Unterstützte Kommunikation“ oder Informationen von Azubis für Azubis. Unter dem Motto „Sozial ist cool“ informieren die Stiftung Waldheim und die Helene-Grulke-Schule über Wissenswertes zu den Ausbildungsberufen Heilerziehungspflege und Pflegeassistenz, zu den Themen Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst.

Dazu wird es liebevoll ausgedachte Mitmachaktionen und –stationen in den Tagesförderstätten und der Näherei geben. Gemeinsam mit ihren beeinträchtigten Klienten werden die Betreuerinnen und Betreuer wieder viel auf die Beine stellen. Allein die große Tombola bietet über 1000 Gewinnchancen.

„Wir öffnen am 13. November die Türen unserer ohnehin offenen Einrichtung in Cluvenhagen, um einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen, Einblick in unsere Arbeit zu geben und die Kontakte zu Nachbarn, Angehörigen, Familienmitgliedern und Freunden zu pflegen“, sagt Dieter Haase, Vorstandsmitglied der Waldheim Gruppe.

Entsprechend groß ist der Andrang jedes Jahr. Doch da das parkähnliche Gelände der Stiftung Waldheim weitläufig ist und es viele verschiedene Stationen und Bewirtungsstände gibt, ist es nirgends zu voll. Außer vielleicht in der Mittagszeit, wenn das so beliebte Grünkohlessen stattfindet.

Die Stiftung Waldheim hat eine sehr große Küche mit drei Köchen und acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht nur für die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, Bewohnerinnen und Bewohner, Kolleginnen und Kollegen kochen, sondern auch externe Kindergärten, Schulen sowie andere soziale Einrichtungen mit gesundem Essen beliefern.

„Die Grünkohlsaison in der Waldheim Gruppe beginnt traditionell mit der Veranstaltung Musik & Kohl“, so Dieter Haase. Die findet immer unmittelbar vor dem Tag der offenen Tür mit Förderern der Stiftung statt; sie endet in der Regel mit der Mitarbeiter-Kohlfahrt im neuen Jahr.“

Viele der Besucherinnen und Besucher schätzen das norddeutsche Gericht derart, dass sich auch lange Schlangen vor der „Kohl-to-go“-Ausgabe bilden, denn wer möchte, kann sich auch etwas mit nach Hause nehmen. Im Schnitt werden am Tag der offenen Tür rund 1200 Kohlessen. Natürlich gibt es nicht nur Grünkohl, auch Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen sowie Waffeln, Glühwein und andere Speisen und Getränke an vielen Stationen.

Torten und Kuchen gibt es in der Helene-Grulke-Schule im „Eltern-Café“. In gemütlicher Atmosphäre verkaufen engagierte Eltern Kuchen und Gebäck sowie belegte Brötchen. Die Erlöse unterstützen den Förderverein der Helene-Grulke-Schule.

Die Ausgabe der Tombola-Gewinne findet ebenfalls in der Helene-Grulke-Schule statt. Dafür wird die große Mehrzweckhalle der Förderschule genutzt. Natürlich sind alle Klassenräume geöffnet und die Lehrkräfte, Betreuerinnen sowie Betreuer geben Einblick in den bunten Schultag, der nicht nur in der Helene-Grulke-Schule selbst, sondern auch in sechs Regelschulen stattfindet. Ein kleiner Flohmarkt und viele Bastel- und Spieleaktionen runden hier das Programm ab.

Richtig schön vorweihnachtlich geht es in den Tagesförderstätten der Stiftung Waldheim zu. In der Helene-Grulke-Straße und im Kuckucksweg gibt es die Weihnachtsbasare. Die große Angebotspalette reicht hier von Vogelhäusern und Nistkästen über Steckenpferde, Holzspiele, Brötchenkörbe bis hin zu Trauer- und Weihnachtsgestecken sowie handwerkliche Weihnachtskrippen und vieles mehr.

Kunstvolle Handarbeiten sind auch in der Näherei zu bewundern. Die Damen im Fachdienst Näherei der Stiftung Waldheim bieten viele verschiedene, selbstentworfene Taschenvarianten an; jede ein Unikat. Auch selbstgenähte Tischdecken, Schürzen und allerlei Selbstgestricktes für die kalte Jahreszeit werden im Angebot sein. Ein Besuch lohnt sich also allemal, am 13. November von 11 Uhr bis 16 Uhr, Helene-Grulke-Straße 5.

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