Verdener Domflötenorchester in Daverdener Kirche

Bemerkenswerte Flötentöne

Konzentriert, homogen, überzeugend und einfach gut begeisterte das Domflötenorchester sein Publikum am Sonntagnachmittag auch in Daverden. - Fotos: Hustedt

Daverden - Eine bemerkenswerte musikalische Reise durch mehrere Jahrhunderte der Musikgeschichte von der Renaissance bis zum Pop wurde den vielen Besuchern am Sonntag in der evangelischen St. Sigismund-Kirche geboten. Unter Leitung von Helmut Neddens trat dort das große Verdener Domflötenorchester mit 55 Musikerinnen und Musikern auf.

Pastor Lars Quittkat zeigte sich bei der Begrüßung gespannt auf die musikalische Zeitreise. Er erinnerte daran, dass der Mönch Martin Luther am 31. Oktober 1517 die 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg schlug, also zu der Zeit, an der die musikalischen Reise bis zur Neuzeit beginnen sollte.

Auf eine musikalische Reise von der Renaissance bis zum modernen Pop wurde das Publikum mitgenommen.

Helmut Neddens stellte das Orchester vor. 55 musizierenden Menschen im Alter von acht bis 88 Jahren vereinigten sich zu diesem Projektensemble und studierten unter Leitung von Helmut Neddens ein hervorragendes 90-minütiges Programm ein. Zuhause ist das Domflötenorchester unter dem Dach der evangelische Gemeindemusikschule ConTakte. Nach einem Auftritt im Verdener Dom war jetzt die Neuauflage des Konzertes in der Daverdener Kirche zu erleben.

Unter der professionellen Leitung von Helmut Neddens überzeugte das Orchester und zeigte die vielfältigen und klanglichen Möglichkeiten dieses Ensembles auf.

Mit einem Lied aus der Renaissance um 1500 „Alta Trinita Beata“ begann das Orchesterkonzert. Es folgten Werke von Vivaldi, Händel, Telemann und Johann Sebastian Bach. Das Werk eines unbekannten Meisters „Nun jauchzet alle dem Herren, alle Welt“ (um 1358) führte in eine Zeit zurück, in der die Daverdener Kirche noch sehr jung war.

Über Wolfgang Amadeus Mozart und Peter Tschaikowsky ging es in das 20. Jahrhundert zu Andrew Lloyd Webber und Thomas Nikkisch. Hingerissen waren die Besucher von den Melodien aus Afrika, darunter die südafrikanische Nationalhymne „Herr, segne Afrika“.

Konzentriert und homogen überzeugte und begeisterte das Domflötenorchester sein Publikum immer wieder.

Mit den Werken von John Lennon und Paul McCarthy „Yesterday“ und „All you need is Love“ ging es weiter zu Boney M. und den „Rivers of Babylon“.

Es war ein wirklich hervorragender Nachmittag in der Daverdener Kirche. Neben den Sopranblockflöten, Altblockflöten, Tenorblockflöten, Querflöten und Bassblockflöten war auch immer wieder der Kontrabass von Daniel Tolsdorf zu hören. Mit Gitarren und Percussion bereicherten Edelfried Hennig, selbst Dozent der Musikschule, Christoph-Rain Singer, Jol Singer und Ole Tomhave das Ensemble. Eifrig wurde in der Kirche geklatscht, Helmut Neddens, der die einzelnen Werke auch vorstellte, hatte ein hörenswertes Programm zusammengestellt. 

hu

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