In Etelsen grillen echte Männer – und hören einen Vortrag über Tourismusförderung

„Alles hat seine Zeit“

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Die Grillmeister Jürgen Neumann und Heino Buß hatten alles im Griff. Mussten sie auch. Schließlich kamen nach dem Vortrag von Christoph Meyer 70 hungrige Männer Richtung Buffet. 

Etelsen - „Nur die Harten essen im Garten“ lautete jetzt die Devise in diesem angeblichen Spätsommer, als sich die Männer der Kirchengemeinde Etelsen trafen, um gemeinsam zu grillen und über Gott und die Welt zu schnacken. Einmal im Jahr gibt es dieses beliebte Treffen.

Über 70 Männer kamen, um sich von den Grillmeistern Jürgen Neumann und Heino Buß so richtig verwöhnen zu lassen. Die standen am Grill und froren dabei nicht. Okay, und wir geben es zu: bei herbsltichen Temperaturen trollten sich die Männer bald ins Gemeindehaus.

Pastor Martin Beckmann begrüßte besonders seinen Amtsbruder im Ruhestand Christoph Meyer, der an diesem Abend als Vorsitzender des Touristik-Vereins Langwedel (Weser) gekommen war.

Beim Etelser Männergrillen wird nämlich nur geschlemmt und geschnackt, es gibt auch immer einen Vortrag und für den war diesmal Christoph Meyer zuständig.

„Ich bin zwar kein Vereins-Meyer“, behauptete Christoph Meyer. Gegründet hat er mit einigen Gleichgesinnten 2002 dann aber doch den Touristik-Verein. Der hat heute um die 60 Mitglieder.

Touristikverein müht sich, Besucher in den Flecken zu bekommen

Der Flecken Langwedel hat touristisch viel mehr zu bieten, als so mancher Einheimischer auch heute noch ahnt. Der rührige Touristikverein müht sich darum, Besucher in den Flecken zu bekommen – und ist dabei nicht erfolglos. „In diesem Jahr hatten wir so viele Anfragen für Übernachtungen wie noch nie“, freute sich Meyer.

Seit 2002 wurden viele Projekte angestoßen und auch umgesetzt. „Im Flecken Langwedel kann man auf Schatzsuche gehen“, schwärmte Meyer. Die Schätze liegen abseits der großen Straßen, Radler haben ideale Voraussetzungen diese Schätze auf einem der sechs Rundwege zu entdecken, keine der Touren ist länger als 20 Kilometer. Fünf dieser Rundwege beginnen an den Bahnhöfen Langwedel oder Etelsen, einer startet in Haberloh.

Eine Anreise mit der Regio-S-Bahn ist prima möglich. „Im Bremer Hauptbahnhof liegen unsere Prospekte aus“.

Auch auf dem Wasser kann der Flecken erobert werden

Ein Rund-Wanderweg führt zwischen dem Etelser Schloss und der ehemaligen Burg in Langwedel zu den schönsten Punkten der Gemeinde. Aber auch auf dem Wasser kann der Flecken erobert werden, auf der Weser und der Alten Aller werden Kanufahrten empfohlen.

Wer es etwas genauer wissen möchte, kann an den Gästeführungen mit Mine Cordes alias Silke Fronzek teilnehmen, auch Schlossbesichtigungen in Etelsen sind möglich. Mit der „Flotte Weser“ sind Schiffsfahrten ab der Anlegestelle an der Kanalbrücke (zwischen Daverden und Intschede) möglich. Man kann den Flecken Langwedel auch noch mit der Kutsche oder auf dem Pferderücken erkunden. Für alle diese Angebotehatte Christoph Meyer Flyer mitgebracht. Zum Schluss lud er zur Modellbahnbörse im Langwedeler Rathaus während des Langwedeler Marktes am zweiten Septemberwochenende ein.

„Alles hat seine Zeit, auch das Männergrillen“, befand Martin Beckmann und eröffnete das Grillbuffet – und das bestand beileibe nicht nur aus Würstchen, sondern präsentierte sich traditionell abwechslungsreich. Nachdem der Hunger gestillt war, versteigerte Jürgen Neumann noch ein Werder-Trikot mit 19 Original-Unterschriften. 135 Euro kamen zusammen. Der Erlös bekommen die Jugendfeuerwehren Etelsen und Cluvenhagen. 

hu

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