Pädagogische, organisatorische und wirtschaftliche Zusammenarbeit / Ziel: Gründung eines Bildungsverbundes

Kooperation von Stadt und Schulen

Stefan Niemann, GS Jahnschule, Claudia Nobis, GS Walle, Regine Meyer-Bolte, GS Nicolaischule, Bürgermeister Lutz Brockmann, Sven Ommen, GS Lönsweg, Hannelore Wessel, GS am Sachsenhain, und Bildungskoordinatorin Dr. Christiane Morré.

Verden - (sal) · Die Grundschulen Verdens und die Stadt planen eine pädagogische, organisatorische und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Ziel ist die Gründung des Bildungsverbundes Verden. Die fünf Schulleiter, Bildungskoordinatorin Dr. Christiane Morré und Bürgermeister Lutz Brockmann stellten der Presse das Vorhaben am Donnerstag vor.

Wenn Schulvorstände und Rat zustimmen, wird am 1. August ein Kooperationsvertrag für fünf Jahre in Kraft treten. Die Steuerung der Kooperation soll durch das Leitungsgremium, bestehend aus den Schulleitern und der Bildungskoordinatorin, erfolgen. Diese sechs Personen entscheiden über Arbeitsschwerpunkte und Prioritäten der pädagogischen Zusammenarbeit, gemeinsame Projekte und Förderanträge sowie die Verwendung von Spenden.

Ein Konzept wird die konkreten Perspektiven der Umsetzung formulieren. Details sollen noch ausgearbeitet werden. Regierungsschuldirektor Gerhard Grönke unterstütze die Pläne, erläuterte Brockmann.

Die Idee des Bildungsverbundes geht auf eine seit etwa zwei Jahren bestehende monatliche Schulleitungsrunde der fünf Verdener Grundschulen zurück. Ziel der bisherigen Zusammenarbeit war es, Informationen und Konzepte auszutauschen und die pädagogische Arbeit der Schulen aufeinander abzustimmen. Schließlich entstand der Wunsch nach einer vertieften und verlässlichen Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen und dem Schulträger, um Ressourcen zu bündeln, Entlastung durch gegenseitige Arbeitsteilung zu organisieren und die Rahmenbedingungen für gute Bildung zu verbessern. In einem Workshop wurden die Grundlagen für das Konzept und den Vertrag erarbeitet, durch die Verbindlichkeit und Rechtssicherheit gewährleistet werden sollen.

Brockmann erläuterte, dass man ein gemeinsames Bildungsverständnis entwickeln wolle. Jede Schule solle ihr eigenes Profil behalten, trotzdem sei eine wachsende und vergleichbare Qualität möglich.

Hannelore Wessel, Leiterin der Grundschule am Sachsenhain, ging auf die Perspektiven einer pädagogischen Zusammenarbeit ein. Es gehe unter anderem darum, die Übergänge im gesamten Bildungsweg eines Kindes einheitlich zu gestalten. Abstimmungen seien auch bei den Themen Zurückstellungen und Sozialarbeit sinnvoll. Angedacht seien darüber hinaus gemeinsame Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und die konzeptionelle Mitarbeit und aktive Begleitung bei der Schulentwicklung durch die Stadt. Wessel: „Wir wollen Schwerpunkte für jedes Jahr setzen.“

Regine Meyer-Bolte von der Nicolaischule stellte Perspektiven für die organisatorische Zusammenarbeit vor. Hier gehe es unter anderem darum, dass die Stadt die Schulleitungen von Verwaltungstätigkeiten entlaste, dass sich die Schulleitungen gegenseitig unterstützten und dass es den Austausch von Konzepten gebe. Stefan Niemann von der Grundschule Jahnschule: „Die Schulleitung sieht mehr oder weniger gleich aus.“ Da biete es sich an, arbeitsteilig mit Schwerpunkten zu arbeiten. Sven Ommen, Grundschule am Lönsweg, nannte als eine ökonomische Perspektive die Einrichtung eines Spendenkontos für den Bildungsverbund. Eine Frage sei sicherlich auch, welche Aufgaben die Schulsekretärinnen erfüllen und wie die Eingruppierungen und Vergütungen aussehen sollen.

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