Die Zwangsversteigerung Ende vergangenen Jahres setze den vorläufigen Schlusspunkt unter das Insolvenzverfahren der privaten Investoren der Seniorenwohnanlage Lindhoop. Die wollten vor einigen Jahren auf dem Gelände nach einem speziellen Konzept Wohnanlagen ausschließlich für ältere Bewohner vermarkten. Die Nachfrage war damals aber deutlich geringer als erwartet, so dass der größte Teil des schön am Waldrand gelegenen Geländes unverkauft blieb.
Seit in den 90er-Jahren die damaligen Planungen auf den Weg gebracht worden sind, haben sich die städtebaulichen Rahmenbedingungen und die Situation auf dem Immobilienmarkt speziell für solche Vorhaben grundlegend geändert. „Offensichtlich lagen die Preise für die Eigentumswohnungen an der Ritterallee damals am oberen Rand“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Rodewald. „Für diese Preisklasse hat es vermutlich nicht ausreichend Interessenten gegeben. Dazu kommt noch, dass sich die Wünsche der zunächst angesprochenen Klientel, der Senioren, grundlegend verändert haben. Sie sind in der Regel agiler und aktiver und wollen mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben als früher. Man möchte nicht mehr an den Rand ziehen, sondern in die Ortsmitte, dorthin, wo sich das Leben abspielt.“
Für die Weiterentwicklung wird deshalb eine neue Konzeption verfolgt. „Wir gehen nach einem Konzept vor, das wir an die veränderte Nachfrage angepasst haben“, so Bostelmann.
Zweitens will die IVV jetzt kleinere Grundstückszuschnitte anbieten, insgesamt bis zu 14, in einer Größe von je 540 bis 770 Quadratmetern.
Größere Nachfrage nach kleineren Flächen
„Möglich sind aber nicht nur Einzel-, sondern auch Doppelhäuser“, erläutert Bostelmann, der überzeugt ist, dass die kleineren Grundstückzuschnitte zeitgemäßer sind. Für die Käufer besteht keine Bindung an einen bestimmten Bauträger. „Überhaupt gibt es wenig Reglementierungen“, Rodewald. „Die neuen Besitzer haben hier sehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.“
Die IVV wird die gesamte Ritterallee, einschließlich der noch nicht komplett ausgebauten Zufahrt von der Kreisstraße (Weitzmühlener Straße) erschließen. Geplant ist, den Weg als Ringstraße anzulegen. Eine Anbindung an den Eichendorffweg ist nicht vorgesehen. Die IVV wird darüber hinaus im Bereich des Parkplatzes am Waldspielplatz eine von dessen Besuchern lang ersehnte einfache Toilettenanlage bereitstellen.
Der Aufstellungsbeschluss für den notwendigen neuen Bebauungsplan ist bereits gefasst, das Verfahren angeschoben. „Wir hoffen, in diesem Herbst mit der Vermarktung beginnen zu können“, sagt Bostelmann. · rei














