Bloggerin Antje Hachmann liest auf Hof Renken in Ihlden

Von den Tutnixen und den Arschlochhunden

Gelenkbus zu ihren Füßen, las Antje Hachmann aus ihrem Buch.

Kirchlinteln/Ihlden - Ihre Hunde nennt Antje Hachmann liebevoll Gelenkbus und Todesstern. Beide gehören zu der offenbar recht weit verbreiteten Art der „Arschlochhunde“. Tierschützer können entspannt weiter atmen: Die 40-Jährige liebt ihre Vierbeiner heiß und innig. Gemeinsam waren sie am Wochenende auf dem Hof Renken in Ihlden für die „schrägste Autorenlesung im Norden“. Der Titel des Buches ist es auf jeden Fall: „Arschlochhund“.

Sabé Reisenberger und Maik Bowenkamp vom Hof Renken hatten Hachmanns Geschichten im Internet gelesen und dann freudig kommentiert. Am Telefon freundete sich das Paar mit ihr an und so entstand die Idee zu dem amüsanten Abend.

Zum Schreiben im Internet kam sie im Dezember 2015, berichtete die Autorin. „Ich habe mir alles von der Seele geschrieben.“ Anekdoten aus vielen Jahren mit Hunden an ihrer Seite.

Die Leser seien damals von ihrem Blog hellauf begeistert gewesen, und so gab sie Mitte Januar in dieser Öffentlichkeit das Versprechen ab, dass sie bei 10.000 Likes ein Buch schreiben werde. „Ende Januar waren die 10.000 erreicht.“ Im April kam das Buch auf den Markt, berichtet sie. „Die ersten 3.000 Exemplare waren binnen drei Stunden verkauft.“

Angemessen: das Publikum auf Biergarten-Gestühl. - Fotos: Bruns

Für ihr ungewöhnliches Outfit am Abend gab es eine einfache Erklärung. Als es die ersten Anfragen bezüglich Lesungen gab, habe sie einen Auftritt in Abendkleid und Gummistiefeln versprochen. Und damit saß sie nun unter dem Scheunendach auf einem Rundballen. Zu ihren Füßen Gelenkbus, zumeist dösend (es sei denn, eine Katze kam vorbei) und 50 Arschlochhund-Fans. Einige von ihnen ebenfalls Besitzer dieser eigenwilligen, aber sehr liebenswerten Rasse. „Wenn ich das Buch lese, gucke ich oft meinen Hund an, und sage: Du bist genauso“, verriet Angelika Neels, die aus Lilenthal gekommen war.

In ihren Geschichten schildert Antje Hachmann Begegnungen mit „Tierschutz-Uschis“ (auch sie engagiert sich im Tierschutz), deren „schön geföhnten Tutnix“ an Flexi-Leinen mit Blümchenmuster, und von Auswürfen ihrer Hunde, von ihr gerne als Rotz-Mandala bezeichnet.

Die Spaziergänge Hackmanns mit ihren Hunden bringen denn auch nicht immer die gewünschte Entspannung, erst recht nicht, wenn sich die Tutnix-Begegnungen bei Matschtümpeln ereignen: „Mitten im Wald steht eine ziemlich große Frau. In Büroklamotten. Über und über mit Matsche dekoriert. An den Füßen glitzern Reste von weißen Schuhen, aus der Frisur tropfen Waldutensilien. Zwei riesige Köter, schlammig, sabbernd, ebenfalls tropfend, stehen rechts und links neben ihr und starren den fluffigen weißen Tutnix an, der freudestrahlend auf dieses illustre Standbild zuläuft...“ - wb

Lesung: "Arschlochhund" mit Antje Hachmann

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