Altes Gebäude soll verkauft werden 

Pfarrhaus in Kirchlinteln: Neubau in Planung

Moderator Wolfgang Rodewald, Superintendentin Elke Schölper, Cord Ohlmeyer und Kai Oevermann (v.r.) präsentieren die Planungen im Gemeindehaus. - Foto: Leeske

Kirchlinteln - Die St.-Petri-Kirchengemeinde plant, ein neues Pfarrhaus zu bauen. „Das alte Gebäude neben dem Gemeindehaus aus den 60er-Jahren ist absolut nicht mehr zeitgemäß“, so Superintendentin Elke Schölper auf der Informationsveranstaltung, zu der der Kirchenvorstand die Gemeindemitglieder eingeladen hatte. Die Mitarbeiter Cord Ohlmeyer und Kai Oevermann vom Kirchenamt Verden informierten zudem über die weiteren Verfahrensschritte.

Superintendentin Schölper machte zu Beginn deutlich, dass der Neubau nicht mit der Neubesetzung der Pastorenstelle in Kirchlinteln im Zusammenhang stehe. Die Bedarfsplanung stamme aus dem Jahr 2015. „Da waren die Oswichs noch gar nicht hier“, so Schölper.

Es werde aber für eine so große Kirchengemeinde ein attraktives Pfarrhaus benötigt, um auch über einen Zeithorizont von 30 Jahren eine Pfarrstelle besetzen zu können. Schölper betonte, dass die Landeskirche in Besitz von 7 000 Gebäuden sei und drei davon in Kirchlinteln stünden. Und obwohl die Devise gelte, diesen Bestand zu reduzieren, „steht die Ampel für einen Neubau in Kirchlinteln auf grün, weil hier die Gemeinde eine stabile Größe ist“, so Schölper, die auch Leiterin für das Bauwesen im Kirchenkreis Verden ist.

Konkret werde nun angestrebt, das alte Pfarrhaus mit dem Grundstück in zentraler Lage zu veräußern und mit dem Erlös den Finanzierungsanteil der Kirchengemeinde für den Neubau aufzubringen. Weil es ein Neubau sei, beteiligten sich Landeskirche und Kirchenkreis mit jeweils einem Anteil von 35 Prozent an den Baukosten. Die Kirchengemeinde Kirchlinteln müsse dann noch 30 Prozent stemmen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf circa 400.000 Euro, die detailgenauen Planungen stünden allerdings noch aus.

„Es wurde auch intensiv die Möglichkeit der Gebäudesanierung geprüft“, erläuterte Ohlmeyer vom Kirchenamt. Jedoch sei die Kostenberechnung von über 300.000 Euro für die energetische Sanierung und Modernisierung der Wohnung sowie des Pfarrbüros, das sich immer noch im Pfarrhaus befindet, viel zu kostenintensiv. Allerdings müsste die Kirchengemeinde bei einer Sanierung nur 20 Prozent der Kosten tragen und den größten Batzen mit 80 Prozent zahle der Kirchenkreis. „In Oyten haben wir auch einen Bau aus den 60er-Jahren saniert und immer noch die gleichen baulichen Probleme wie vorher. Nur die Heizkosten sind geringer geworden“, wusste Schölper. Zudem könne bei einer Sanierung der Gemeindeanteil nicht durch einen Verkauf gegenfinanziert werden. Geld aus anderen Quellen gebe es nicht: Das Tafelsilber, die kirchlichen Ländereien, deren Pachteinkünfte die Personalkosten trügen, würden nicht angetastet.

Werde neu gebaut, solle danach das Pfarrbüro in das Gemeindehaus ausgelagert werden. Dann habe die Wohnung endlich einen „privaten Charakter“, so die Verantwortlichen. Der Neubau selbst werde im Bereich des jetzigen Pfarrgartens angesiedelt. Mit einer Fläche von 6500 Quadratmetern bliebe auch weiterhin Platz für Open-Air-Veranstaltungen.

Bürgermeister und Moderator Wolfgang Rodewald informierte darüber, dass die Bauvoranfrage über die Gemeindeverwaltung beim Landkreis bereits laufe und dass die Bebauung mit einem Wohngebäude an dieser Stelle im gemeindlichen Einvernehmen möglich sei.

Im Auftrage des Kirchenvorstandes wird Cord Ehlers den Neubau des Domizils betreuen und über den jeweiligen Sachstand berichten. - lee

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