TiK- Schauspieltruppe begeistert Publikum / Premiere für „Mord im Weinkeller“

Im Krug bleibt keine Kehle und kein Auge trocken

Es wird ordentlich gebechert, da ist der Kater am Morgen vorprogrammiert.

Kirchlinteln - Von Henning Leeske. Hoch her geht es bei dem Stück „Mord im Weinkeller“ vom Theater im Krug (TIK), das gestern Abend Premiere feierte. Regisseur Bernd Maas kitzelt alles raus aus „seiner“ Schauspieltruppe mit 23 Akteuren auf und hinter der Bühne.

Es fließt viel Wein und völlig unerwartet gar kein Blut während des Dreiakters von Claudia Ott, bei dem es eine überraschende Wendung gibt. Der Wein wird bei den Aufführungen auf der Bühne und auch in den Zuschauerrängen genossen, da die Schützendamen ein hervorragendes Catering auf die Beine stellen. So bleiben keine Kehlen und ob der humorvollen Szenen auf der Bühne auch kein Auge trocken.

Wer ist der Mörder? Agathe (l., Daniela Schrader) und Freundin Lydia (Tiane Fröhlich) auf Spurensuche. - Fotos: Leeske

Alles beginnt mit einem Prolog ganz nach Büttenwarder Art, bei dem der Regisseur Bernd Maas zusammen mit Jann Schwecke erst mal das geschätzte Publikum up Platt und mit Schluck begrüßt. Danach nimmt die mörderische Komödie Fahrt auf. Die Wirtsleute Vollmer, gespielt von Margret Heinze und Niels Thönnessen, warten mit ihrer Kellnerin Christina (Melanie Drewes) auf ihre Gäste Agathe von Burg (Tiane Fröhlich) und ihre Freundin Lydia von Stein (Daniela Schrader). Auch Weinbaustudent Herr Lischke (Peter Axtmann) findet sich im Gasthaus ein, da dort in Kürze mit der Weinprobe ein neues Erfolgsevent der Wirtin stattfinden wird. Der italienische Koch Luigi (Hendrik Schmidt) hat seine Antipasti ebenfalls vorbereitet und schon kann das kultivierte Zechgelage der Damen von Welt beginnen. Wirt Heinz schafft es – trotz der Ermahnungen seiner Ehefrau zur Enthaltsamkeit – nur kurze Zeit, sein Glas leer zu lassen und erklärt nur zu bereitwillig die Unterschiede zwischen dem Bacchus und Müller-Thurgau.

Nach der promillehaltigen Nacht versammelt sich die verkaterte Gesellschaft am nächsten Morgen im Speisesaal zum Frühstück und stolpert über einen leblosen Körper auf dem Boden. Die beiden Damen Agathe und Lydia übernehmen sofort in Miss-Marple-Manier die Ermittlungen. Auch die Mühlen der Justiz geraten in Bewegung und der Kommissar (Jens Sarrasch) und sein Assistent (Ralf Lüdemann) ermitteln ebenfalls. Kann Zimmermädchen Erika (Anneliese Schulz) zur Aufklärung beitragen?

Regisseur Maas schafft es, den Laienschauspielern trotz Lampenfieber genügend Sicherheit mitzugeben. In der szenischen Umsetzung erreicht Maas eine Dynamik, die das Auditorium über drei Akte fesselt. Koch Luigi überzeugt durch seine authentisch südländische Art und seine Interpretation der Rolle. Die beiden aristokratischen „Miss Marples“ werden von Schrader und Fröhlich perfekt verkörpert.

Der Applaus bei den folgenden Aufführungen sollte aber auch den backstage Mitwirkenden gelten: Frank Schultz (Gesamtleitung), Martina Böttcher (Maske), Heiko Heitmann, Johannes Niebuhr (Licht), Michael Friedrichs, Julian Maas, Günther Buse und Jürgen Drewes (Requisite/Bühne). 

lee

Mehr zum Thema:

Oppendorfer Nikolausmarkt mit buntem Programm 

Oppendorfer Nikolausmarkt mit buntem Programm 

Wintersport in der Skihalle Neuss

Wintersport in der Skihalle Neuss

Ab in die Berge: Das sind die Trends beim Winterurlaub

Ab in die Berge: Das sind die Trends beim Winterurlaub

Was aktuelle Smartwatches wirklich können

Was aktuelle Smartwatches wirklich können

Meistgelesene Artikel

Mofafahrerin im Eitzer Kreisel von Lkw erfasst

Mofafahrerin im Eitzer Kreisel von Lkw erfasst

Zwei Panzerfäuste in Achim gefunden

Zwei Panzerfäuste in Achim gefunden

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Süßes vom Nikolaus auch für große Werder-Kicker

Süßes vom Nikolaus auch für große Werder-Kicker

Kommentare