Kirchlinteln - Sachschaden von circa 200000 Euro entstand beim Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes in der Gemeinde Kirchlinteln.
Als eine Streifenwagenbesatzung am Sonnabendmorgen, gegen 2 Uhr, außerhalb der Ortschaft Hohenaverbergen, das Feuer bemerkte, stand eine Strohlagerhalle auf dem Gelände bereits komplett in Flammen. Als die ersten freiwilligen Helfer den Einsatzort an der Straße Zum Lohberg erreichten, schlugen Flammen aus allen Gebäudeseiten. In dem Gebäude, das zur Hofseite offen ist, lagerten überwiegend Stroh und einige landwirtschaftliche Geräte. Den Einsatzkräften gelang es, die Flammen schnell unter Kontrolle zubringen und einige Gegenstände zu retten. Glück hatten 100 Rinder. Ihr Stall ist etwa 20 Meter von dem Brandort entfernt. Die Flammen drohten nicht überzugreifen und der Wind drückte die Qualmwolke in die andere Richtung. Vorsichtshalber wurden große Lüfter in Stellung gebracht, um notfalls die giftige Wolke von den Tieren fern zu halten.
Das glimmende Stroh musste mit Radladern auf eine nahe Wiese gebracht werden, wo die Flammen endgültig abgelöscht wurden. Dazu musste das Material mit Harken auseinandergezogen und ständig mit Wasser benetzt werden. Eine kräftezehrende Arbeit zu einer ungewohnten Uhrzeit für die Feuerwehrleute, die mit Wasser und Speisen versorgt werden mussten. Im Morgengrauen sorgte Einsatzleiter Harald Ahlden für eine Brandwache, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei fahndete in der Umgebung nach verdächtigen Personen, denn bereits Anfang des Monats brannte nur wenig entfernt ein landwirtschaftlicher Unterstand. Der Schaden ist beträchtlich. Gerätschaften und Stroh machen dabei wohl nur den geringsten Anteil aus. Deutlicher fällt eine über das gesamte Dach montierte Fotovoltaikanlage ins Gewicht. Auch die Halle ist laut der Feuerwehr erst vor mehreren Jahren ganz neu errichtet worden.
