Wenn 200 Trikes im Pulk durch die Gegend fahren, gibt es sehnsuchtsvolle Blicke

Bilder wie aus dem Road-Movie

Triker drücken Lensgefühl aus. - Fotos:Röttjer

Bendingbostel - Von Harald Röttjer. Es waren schon urige und wie dem Road-Movie „Easy Rider“ aus den 60er-Jahren entsprungene Typen, die am Wochenende auf dem Sportplatz an der Lintler-Geest-Schule campierten: Die Aller-Weser-Triker hatten zum 5. Triker-Treffen eingeladen und etwa 200 dieser ungewöhnlichen Gefährte prägten das Gelände. An die 500 Teilnehmer waren insgesamt zu dem Treffen angereist, denn die Familie ist fast immer mit dabei.

„Born to be wild“ heißt es in „Easy Rider“ aus den USA, das wie kein anderer Film das Lebensgefühl der 60er-Jahre zeigte, und diese „grenzenlose Freiheit“ haben sich die Triker bis in die heutige Zeit bewahrt. Schon etwas in die Jahre gekommen, bestimmen auch heute noch oft die Lederkluft, lange Bärte und Haare sowie Tätowierungen das Outfit von den meisten männlichen Trikern. Mehr und mehr sind es auch die Frauen, die mit der obligatorischen Lederkluft dokumentieren, dass auch sie dem Bazillus Trike-Fahren verfallen sind.

„Und das ist nicht einfach nur ein Hobby, sondern eine besondere Art von Lebensgefühl“, erklärt Hans-Rudolf Bomnüter, der mit Günter Burmeister und dessen Sohn Arne das Treffen organisierte. Obwohl es so manchen Passanten, die in den vergangenen Tagen die Anfahrt der Trikes mit den doch etwas wilden Typen am Steuer beobachteten, schon etwas Angst und Bange geworden sein könnte, seien es alle ganz harmlose und gemütliche Zeitgenossen, sagt Bomnüter. Denn trotz des äußeren Scheins, mit harten Rockern haben die Triker nichts gemeinsam. Sie lieben die Leidenschaft für ihr Hobby, die Geselligkeit und die familiäre Atmosphäre in der Gruppe.

Deutlich wurde auch bei diesem Treffen, dass etliche Triker kaum jünger als 40 Jahre alt sind. Manche sind früher Motorrad gefahren und stiegen auf der Suche nach etwas gemütlicherem und sichererem Fahren auf das Trike um. „Wir rasen nicht, wir lassen uns den Fahrtwind um die Nase und Ohren wehen, fahren gemütlich durch die Landschaft und genießen dabei das Gefühl von Freiheit und Abenteuer“, so lautet die Antwort von vielen Trikern auf die Frage, was eigentlich das Besondere daran sei.

Ein Höhepunkt der Treffen ist stets ein gemeinsamer Ausflug in die nähere Umgebung. 100 Mal funkelndes Chrom, komplettiert mit bunten Farben, setzte sich am Sonnabendmittag zu einer Ausfahrt in Bewegung, die durch die Verdener Innenstadt führte und auf der Rückfahrt bei einem Stopp im Magic-Park für Aufsehen sorgte. Nach dieser Ausfahrt standen die unterschiedlichsten Trikes wieder nebeneinander auf dem Sportplatz in Kirchlinteln. Außer Fahrzeugen der unteren Preisklasse standen dort „Nobelkarossen“, die auch schon mal über 50.000 Euro kosten können. Neugierige Fragen von Besuchern wurden gerne beantwortet.

Trike-Treffen mit Ausfahrt zum Magic Park

Eine äußerst positive Bilanz zogen die Organisatoren, die beim mehrtägigen Treffen von Mitgliedern der Aller-Weser-Triker sowie weiteren Helfern unterstützt wurden. Ein besonderer Dank galt dabei Gerd Meints, der schon seit Montag fast rund um die Uhr auf dem Platz zu finden war. Trotz der vielen Arbeit gab es aber auch genügend Zeit für Gespräche und das Rahmenprogramm. Ein Pusterohrschießen wurde angeboten und bei „geiler Mucke“ mit der Gruppe „Last Order“ gefeiert. An einigen Buden gab es Trikebedarf. Obwohl zumeist Selbstversorger, nutzten die Triker auch die Möglichkeit, sich mit angebotenen Speisen und Getränken zu stärken.

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