Hunde mit Vergiftungssymptomen in Verden-Eitze / Belohnung ausgesetzt

Gezielte Tat oder Unfall?

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Mehrere Hunde in der Eitzer Dorfstraße waren von Vergiftungssymptomen betroffen. ·

Verden - Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer: Giftköder in Verden. Es soll zwei tote Hunde geben, drei weitere mit Vergiftungserscheinungen. Alle bekannten Fälle konzentrieren sich auf die Eitzer Dorfstraße. Hinweise, dass jemand gezielt Gift ausgelegt hat, gibt es derzeit keine. Möglicherweise liegt die Ursache im sorglosen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln.

„Es gibt zwei tote Hunde, von denen wir wissen“, sagte gestern Nachmittag Polizeisprecher Jürgen Menzel auf Nachfrage. „Beide wurden tierärztlich behandelt und dabei Vergiftungserscheinungen festgestellt. Es gibt jedoch keinen konkreten Hinweis, dass jemand unterwegs ist und Hunde vergiftet“, betont er.

Einer der beiden betroffenen Hundehalter berichtete, dass seine Hündin während eines Spaziergangs am Himmelfahrtstag in der Eitzer Dorfstraße etwas gefressen habe. Schneckenkorn sei später in dem Erbrochenen gefunden worden, allerdings auch ein Stück Wurst, dass er dem Hund nicht gegeben habe.

Spätabends hätten sich dann Vergiftungserscheinungen eingestellt. Der Eitzer fuhr sofort zum Tierarzt. Und der kümmerte sich bis nachts um drei Uhr um den Hund. Jedoch waren alle Bemühungen vergebens. Nach qualvollen Stunden verendete die Hündin dann am Morgen.

Auffällig ist, dass alle weiteren unserer Zeitung bekannt gewordenen Fälle ebenfalls Hunde aus der Eitzer Dorfstraße betreffen und alle sich am Himmelfahrtstag ereignet haben sollen. Die drei Hundehalter berichteten, dass die Tierärzte Vergiftungserscheinungen festgestellt hätten. Ihre Hunde haben aber glücklicherweise überlebt.

Ein Tierfreund hat bereits 1000 Euro Belohnung auf die Ergreifung des „Täters“ ausgesetzt, in den Verdener Tierarztpraxen geht man jedoch davon aus, dass es gar keinen Täter gibt, sondern dass die Ursache in ausgebrachten Pflanzenschutzmitteln zu finden ist.

Symptome von Hunden, die eine weitere Tierärztin behandelt hat, sprechen für eine Vergiftung mit solchen Stoffen. Schneckenkorn schmecke Hunden gut, sei aber extrem giftig. Gleiches gelte für Ameisengift. Viele Menschen, selbst Tierfreunde und -halter würden zu wenig über den Einsatz solcher Giftstoffe nachdenken.

Nicht nur in Eitze ist das Entsetzen groß: In diversen Internetforen gibt es mittlerweile Warnhinweise und es wird heftig diskutiert. · wb

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