LAG Aller-Leine-Tal beschließt Unterstützung von Projekten

Von der Werkstatt über Mitfahrbänke zum Bohrturm

Dörverden - Drei spannende Projekte hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) des Aller-Leine-Tals bei einer Sitzung auf dem Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden beschlossen: „Reparieren statt Wegwerfen und Interkultureller Garten auf dem Kulturgut Ehmken Hoff“, „Instandsetzung und Inwertsetzung der Landmarke ,Turm 70’ im Deutschen Erdölmuseum Wietze“ und die Mitfahrerbänke in der Gemeinde Dörverden und Samtgemeinde Ahlden.

Die Mitglieder haben laut einer Pressemitteilung der LAG alle Beschlüsse einstimmig gefasst. 206 000 Euro Leader-Fördermittel werden für diese Projekte in das Aller-Leine-Tal fließen. Bevor die LAG mit ihrer Tagesordnung begann, verschafften sich die Mitglieder bei einem Rundgang einen Eindruck vom Gelände des Kulturgutes. Dr. Heinz-Dieter Böcker, Vorsitzender des Stiftungsrates der H.F.-Wiebe-Stiftung, gab einen Einblick in das historische Gebäude-Ensemble, dessen Aufbau in der vergangenen Förderperiode zum Teil mit Leader-Mitteln unterstützt worden war.

Auch in der aktuellen Förderperiode erhält die Stiftung eine finanzielle Unterstützung: Mit dem Aufbau einer Reparaturwerkstatt in einer Scheune von 1846 und der Einrichtung eines interkulturellen Gartens wird das Ensemble vervollständigt. Mit dem Angebot „Reparieren statt Wegwerfen“ sollen Menschen angesprochen werden, die ihre defekten Gebrauchsgegenstände wie alte Haushaltsgeräte, Fahrräder oder Möbel unter Anleitung von Ehrenamtlichen reparieren möchten. Dieses Angebot ist für Menschen gedacht, denen es um praktizierte Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht. An der Westseite der Scheue wird der interkulturelle Garten mit kleinen Parzellen als Treffpunkt dienen und zum Verweilen für alle Besucher einladen.

Neue Vorschläge jetzt einreichen

Das zweite Projekt, das unterstützt wird, sieht die Instandsetzung des alten Erdölbohrturms im deutschen Erdölmuseum in Wietze vor. Nach der Inwertsetzung soll der Turm zentraler Bestandteil des Museums und als kulturelle Attraktion weiterentwickelt werden.

Das dritte Projekt beschäftigt sich mit einer innovativen Idee für das Aller-Leine-Tal: „Sogenannte Mitfahrerbänke werden an prädestinierten Punkten in den Dörfern aufgestellt, auf die man sich setzen kann, wenn man in den nächsten Ort, zum Beispiel zum Einkaufen, zum Arzt oder zur Bank, möchte“, so die LAG in ihrer Pressemitteilung. Trifft das Ziel des Wartenden, das über ein Klappschild angezeigt wird, mit einem Vorbeifahrenden überein, so kann dieser anhalten und den Wartenden mitnehmen. Auf diese Weise bieten Mitfahrerbänke eine Anbindung von Ortsteilen, die nur selten vom ÖPNV oder von Bürgerbussen angefahren werden, in den Hauptort. Zunächst werden voraussichtlich im Frühjahr elf Bänke in der Gemeinde Dörverden und neun Bänke in der Samtgemeinde Ahlden aufgestellt. Die nächste Sitzung der LAG findet Mitte März statt. Umsetzungsreife Projektvorschläge, deren Bezuschussung beraten werden sollen, nimmt Jeanett Kirsch, Telefon 0511/59097430, E-Mail kirsch@koris-hannover.de, bis zum 3. Januar entgegen.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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