Energieprojekt startet

E-Dorf-Auto soll für alle Bürger in Westen da sein

Interessierte aus dem Aller-Leine-Tal werfen einen Blick unter die Motorhaube eines Elektroautos des Tagungshauses Drübberholz. Am Dienstag stellt die Projektgruppe ihre Idee für ein E-Dorf-Auto für die Ortschaft Westen vor. - Foto: Projektgruppe

Westen - Die Auftaktveranstaltung für das Projekt rund um ein „Elektro-Dorf-Auto“ findet am Dienstag, 26. Juli, um 19 Uhr, im Gasthaus zur Mühle in Westen statt. Die Projektgruppe „Energie- und Regionalgenossenschaft Aller-Leine-Tal“ will mit dem sogenannten „allerauto“ das Mobilitätsangebot für die Westener Bürger ergänzen und dabei einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

„Viele Familien auf dem Land besitzen mehrere Autos, die nur in gelegentlichen Fällen zeitgleich gebraucht werden, deren Unterhalt natürlich aber trotzdem Geld kostet. Ein E-Dorfauto will Abhilfe leisten und ist ein Ansatz, gemeinsam mit anderen Menschen Elektroautos zu nutzen“, heißt es in der Pressemitteilung der Initiatoren. Das Projekt basiere auf dem Prinzip des Carsharings, bei dem Fahrzeuge von allen Mitgliedern für ihre Fahrten gebucht werden können. Die Buchungen laufen unproblematisch über eine Onlineplattform oder persönlich übers Telefon. In Westen soll das Auto an einem zentralen Ort stehen und nach Beendigung der Fahrt dort wieder abgestellt werden.

Vom Bürgermeister wird das Projekt unterstützt: „Der Erhalt und die Verbesserung der Mobilität in unserer ländlich geprägten Gemeinde ist ein wichtiges Ziel“, ist sich Alexander von Seggern sicher. „Die aktuelle Leader-Förderperiode unter dem Motto ‘Hier fließt Energie’ bietet im Aller-Leine-Tal dabei gute Chancen für die Realisierung solcher Projekte.“

Das E-Dorfauto soll einen Beitrag zum Klimaschutz im Aller-Leine-Tal leisten und eine Vorbildfunktion einnehmen. Desweiteren bestehe die Möglichkeit, einen Fahrservice für Senioren durch Ehrenamtliche einzurichten. So könne das allerauto nicht nur das Bewusstsein für den Klimaschutz und die Akzeptanz von E-Mobilität erhöhen, sondern auch ein soziales Angebot im Dorf sein.

Hinter den Planungen in der Gemeinde Dörverden steht die Projektgruppe für eine Genossenschaft im Aller-Leine-Tal. Seit Herbst 2015 bereitet die Gruppe die Gründung einer Genossenschaft vor. Die Tätigkeitsfelder der Genossenschaft beinhalten neben dem E-Dorfauto auch den Aufbau weiterer Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien und die Einführung eines Regionalstromangebots.

Für das allerauto ist Westen der erste Standort. Wenn sich das Konzept bewährt, und sich in anderen Dörfern und Gemeinden ebenfalls Interessierte zusammenfinden, sollen weitere Standorte aufgebaut werden.

Bei der Auftaktveranstaltung wird von der Erfolgsgeschichte in Schönstadt berichtet und das Konzept für Westen vorgestellt. Ziel der Veranstaltung ist es, Interessierte zu informieren und den Bedarf zu ermitteln. Nach der Veranstaltung wird es die Möglichkeit zu einer Probefahrt geben.

Wer möchte, kann sich auch im Internet an der Bedarfsabfrage beteiligen: http://bit.ly/2a4MhVC.

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