Update: Stellungnahme von Opel

Fahrer zündet sich Zigarette an - Gas-Auto explodiert

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In Dörverden-Westen kam es in diesem Opel Zafira zu einer Verpuffung im Innenraum, als sich der Fahrer eine Zigarette anzündete.

Dörverden - Ein 30 Jahre alter Mann ist mitten im Dorf bei der Explosion seines mit Gas betriebenen Autos schwer verletzt worden.

Der 30-jährige Fahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Hamburger Klinikum geflogen.

Der Mann habe sich am Freitag gegen 7.30 Uhr bei der Fahrt auf der Hauptstraße in Westen (Kreis Verden) eine Zigarette in seinem Fahrzeug angezündet, als es zu einer starken Verpuffung ohne Flammenbildung gekommen sei, sagte ein Polizeisprecher. Dadurch sei eine starke Druckwelle entstanden, wodurch eine hintere Autotür verbogen worden sei. 

Der aus Dörverden stammende Fahrer musste mit dem Hubschrauber in eine auf Brandverletzungen spezialisierte Klinik nach Hamburg geflogen werden. Lebensgefahr bestand laut Polizei jedoch nicht. Wie genau es zu der Explosion kommen konnte, müssen Sachverständige prüfen. Das Fahrzeug wurde sicher gestellt. Nach dem Unfall war die Hauptstraße für etwa eine Stunde voll gesperrt. 

Fest steht, dass das Auto - ein Opel Zafira - über einen werkseitig eingebauten Gastank verfügte. Allerdings hatte der Mann laut Polizei nachträglich einen weiteren Gastank eingebaut. Weitere Ermittlungen zur Ursache der Verpuffung sind eingeleitet worden.

Opel keine weiteren Fälle bekannt

Dem Autobauer Opel sind bislang keine Fälle bekannt, in denen sich beim Opel Zafira ausgetretenes Gas im Innenraum entzündet hat. „Ohne weitere Informationen ist es derzeit für uns nicht möglich, die Ursache des Vorfalls zu beurteilen“, sagte ein Sprecher.

Von Opel ausgelieferte Erdgas-Fahrzeuge sind den Angaben zufolge mit Gastanks am Fahrzeug-Unterboden ausgestattet, im Fahrzeuginnenraum werden vom Werk keine Erdgastanks verbaut. Nach Angaben des ADAC ist das Explosionsrisiko bei Erdgasfahrzeugen nicht höher als bei Autos mit Diesel- oder Benzinantrieb. 

Bei Tests seien sogar vorsätzlich Brände gelegt worden. „Eine Explosion blieb aus“, sagte der Sprecher. Eine turnusgemäße Korrosionsprüfung der Tanks sei jedoch sinnvoll. 

Im September war es in Duderstadt (Landkreis Göttingen) beim Betanken eines VW Touran an einer Erdgaszapfsäule zu einer Explosion gekommen. Ein Autofahrer war durch umherfliegende Trümmerteile schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Bei Volkswagen läuft schon seit längerem eine Rückrufaktion von Erdgasautos. Dabei geht es um den vorsorglichen Tausch von Gasflaschen.

dpa/Polizei

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