Bundesstraßen-Sanierung im Dörverdener Ortskern geht gut voran

Ausnahmezustand bald vorbei

Fachbereichsleiter Rick Graue zeigt einen bereits abgefrästen Teil der B  215. Oft liegen Schäden in den tieferliegenden Schichten, die bei solchen Maßnahmen erst sichtbar werden.

Dörverden - Mitten im Ortskern von Dörverden lärmt und staubt es. Die Straße ist voll gesperrt und zum Rathaus und zu den Supermärkten gelangt man motorisiert jedenfalls nur mit Ortskenntnis oder eben einfach mal zu Fuß. Ab morgen zieht die Baustelle auf der B 215 ein Stück weiter nordwärts, voraussichtlich ab Sonntag hat die Ortschaft schon das Schlimmste überstanden. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Rick Graue, Fachbereichsleiter Bau der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

„Schauen Sie, hier ist die Deckschicht bereits abgetragen worden. Hier sieht man ganz gut, dass oft in den unteren Schichten tiefergehende Schäden sind“, sagt Graue und deutet auf die abgefräste Straße zwischen Edeka-Markt und Rathaus.

In den vergangenen Tagen wurde die Asphaltschicht der Bundesstraße vom Barmer Weg bis zur Bahnhofsstraße abgetragen. „Ziel ist es, die oberste Deckschicht zu erneuern. Aber sobald wir nach dem Abfräsen Schäden in tieferen Lagen feststellen, reparieren wir diese natürlich.“ Heute soll in diesem Bereich die neue Asphaltschicht aufgebracht werden, ab Mittwoch soll der Straßenabschnitt wieder befahrbar sein. Graue betont aber, dass bei allen Bauabschnitten auch die Witterung eine Rolle spiele und Verzögerungen immer möglich seien.

Die gleichen Arbeiten sollen bis einschließlich Samstag im Abschnitt Bahnhofsstraße bis Öwelgönne durchgeführt werden, auch da wird es wieder eine Vollsperrung geben. Die Behörde habe sich bewusst dazu entschieden, die Arbeiten in Dörverden in zwei kleinere Abschnitte zu unterteilen, damit die Ortschaft nicht komplett abgeschnitten ist und sinnvolle Umleitungen eingerichtet werden können.

Wenn auch der nächste Bauabschnitt fertig ist, folgen Maßnahmen Richtung Eystrup und auch Richtung Verden. „Wenn wir in dem Bereich zwischen Ortsausgang Dörverden und Verden sind, werden wir in diesem Zusammenhang auch die Radwegproblematik anpacken“, sagt Graue. Insbesondere zwischen Stedorf und dem Riedaer Weg war Ende des vergangenen Jahres bei Sanierungsarbeiten eine steile Böschung zwischen Radwegkante und Fahrbahnrand entstanden. Deswegen hatte es einigen Unmut gegeben: Wer die steile Kante zu spät erkennt, gerate in Gefahr, zu stürzen und auf die viel befahrene Fahrbahn zu geraten, lautete der Vorwurf eines Bürgers (wir berichteten). Nach den Bauarbeiten auf der Bundesstraße solle dieses Problem aber behoben sein, erklärt Graue. Hierzu wird inklusive der erforderlichen Maßnahmen im Bereich der Fahrbahn die bestehende Bord- und Entwässerungsanlage auf Höhe des Radweges gebracht.

Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich bis zum 16. September andauern. Auf einer Länge von 10,5 Kilometern werden circa 95 000 Quadratmeter Asphaltdeckschicht und 22 000 Quadratmeter Asphaltbinderschicht entfernt beziehungsweise neu eingebaut. - rei

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