Pastor: „Gemeindehaus ist überdimensioniert“

St. Annen verkauft Immobilie

Timm Bruns (l.) und Pastor Florian von Issendorff vor dem Gemeindehaus mit Pfarrwohnung.

Westen - Die Kirchengemeinde Westen bietet ihr Gemeindehaus mit Pfarrwohnung für 129 000 Euro zum Verkauf an. Timm Bruns von Michael Bruns Immobilien in Verden wurde damit beauftragt, einen Käufer für das unweit der Aller gelegene Objekt zu finden. Die offizielle Vermarktung soll in der kommenden Woche starten.

„Wir verkaufen aber nicht nur, sondern werden zugleich etwas Neues schaffen und auf dem gegenüberliegenden kircheneigenen Grundstück ein kleines und modernes Gemeindehaus ohne Pfarrwohnung bauen“, stellte der für Westen zuständige Pastor Florian von Issendorff im Beisein des Maklers im Pressegespräch fest.

Bis zur Fertigstellung des Neubaus – der Spatenstich ist für 2017 anvisiert –, möchte die Kirchengemeinde ihre Aktivitäten am liebsten im alten Domizil fortführen, vorausgesetzt, die Nutzungsabsichten des künftigen Eigentümers lassen dies zu.

Nach den Gründen für den Verkauf der Kirchenimmobilie befragt, sagte Issendorff, dass das Gebäude inzwischen überdimensioniert und demnach zu groß für die tatsächlichen Erfordernisse der Kirchengemeinde Westen sei. „Die Immobilie verfügt über 300 Quadratmeter Nutz- und 150 Quadratmeter Wohnfläche. Der Unterhalt ist einfach zu teuer.“

Hier ein Blick auf das Grundstück, auf dem das neue Gemeindehaus gebaut werden soll. - Fotos: Niemann

Zudem sei die Zahl der Gemeindeglieder rückläufig. „Aktuell gehören der Kirchengemeinde Westen rund 1500 Menschen an. Zu Spitzenzeiten waren es um die 2500.“ Diese Entwicklung sei jedoch nicht neu und deshalb habe man schon vor Jahren an einem Konzept gearbeitet und im Jahr 2015 in den dafür zuständigen Gremien entschieden, das Gemeindehaus mit der Pfarrwohnung, die seit dem Auszug von Pastorin Gabriele Delaminski im Jahr 2010 von Gemeindebücherei und Kleiderkammer genutzt werde, zu veräußern.

Bruns berichtet, dass es für die um 1900 erbaute Immobilie bereits mehrere Interessenten gibt, über deren Nutzungsabsichten er aber noch nichts sagen könne. „Beim Verkauf wird es sicher keine Probleme geben“, ist der Makler optimistisch.

Derweil plant der eigens gegründete Bauausschuss der Kirchengemeinde bereits, wie das neue Gemeindehaus aussehen soll. „Wir sind bei unseren Planungen allerdings an Vorgaben gebunden“, so der Pastor weiter. Beispielsweise darf die Nutzfläche des neuen Domizils nicht mehr als 150 Quadratmeter betragen und die Kosten müssten ebenso im Rahmen bleiben. Von Issendorff: „Die bisherigen Schätzungen gehen von Kosten zwischen 300.000 und 400.000 Euro aus. Mit dem Verkaufserlös wird der von der Kirchengemeinde zu tragende Anteil gesichert. Der Rest wird über die Zuschüsse von Kirchenkreis und Landeskirche finanziert.

Vieles ist demnach denkbar für die Gestaltung des neuen Gemeindehauses. Sicher ist auf jeden Fall, dass die rund zehn aktiven Gruppen der Kirchengemeinde im künftigen Nutzungskonzept viel näher zusammenrücken müssen. „Aber das ist doch gar nicht so schlecht“, findet der Pastor. - nie

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