Vier Verdener Schulen beteiligen sich an der Juniorwahl / Diskussion und Party

Demokratie lernen

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Sabine Mandel, Lisa Holle und Katharina Kuß (v.l.) freuen sich über das große Interesse der Verdener Schulen am Projekt Juniorwahl. ·

Verden - Wenn die Bürger am Sonntag, 22. September, einen neuen Bundestag wählen, wird parallel zur ersten Hochrechnung auch das Ergebnis der Juniorwahl bekannt gegeben. Im Rahmen des Projekts, das von der Stadt Verden unterstützt wird, können Schüler ab der siebten Klasse ihre eigene Bundestagswahl durchführen: Sie richten ein Wahllokal ein, bilden einen Wahlvorstand und setzen ihr Kreuzchen. Zuvor werden sie im Unterricht zum Thema „Bundestagswahl und Demokratie“ vorbereitet.

Vier Verdener Schulen – Gymnasium am Wall, Domgymnasium, Realschule und Berufsbildende Schulen – haben sich angemeldet für das Projekt, das unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Norbert Lammert steht.

Die Stadt Verden unterstützt die Juniorwahl, indem sie ein Rahmenprogramm organisiert. So wird es am Donnerstag, 5. September, um 19 Uhr, in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Verden eine Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten im Kreisausschusssaal geben. Und am Abend der Juniorwahl am 20. September findet im Jugendzentrum eine öffentliche Wahlparty statt.

Außerdem hat die Stadt einen kleinen Wettbewerb zum Motto „Setze ein Zeichen – gehe wählen“ ausgelobt. Sabine Mandel vom Fachbereich Bildung und Kultur: „Die Jugendlichen sollen einen kleinen Werbespot drehen, der zur Teilnahme an der Bundestagswahl motiviert.“ Die genauen Teilnahmebedingungen sind im Internet unter http://www.verden.de zu finden.

„Wir sind stolz, dass sich gleich vier Verdener Schulen mit über 1 500 Schülern am Projekt beteiligen, um praktisch Demokratie zu üben und zu erlernen“, hieß es gestern beim Pressegespräch mit Mandel und ihren beiden Kolleginnen Lisa Holle und Katharina Kuß. Die Juniorwahl solle Schülern durch die Simulierung eines Wahlvorgangs an die Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf die aktive Teilnahme am politischen System vorbereiten. Mithilfe von speziellem Unterrichtsmaterial, das den Schulen kostenfrei von der in Berlin ansässigen Projektleitung zur Verfügung gestellt wird, könne eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik im Unterricht stattfinden.

Höhepunkt für die Schüler dürfte die Durchführung der Wahl am Freitag, 20. September sein, die als Online-Abstimmung oder ganz klassisch mit Formularen in den Wahllokalen der teilnehmenden Schulen durchgeführt wird.

Weil das Procedere der Junior-Wahl im Grunde genommen identisch mit dem der Bundestagswahl ist, bilden die Schüler sogar ihre eigenen Vorstände, führen Wählerverzeichnisse, erhalten Wahlbenachrichtigungen, gehen in Wahlkabinen und finden auf den Stimmzetteln die Namen der Kandidaten, die sich am Schulstandort um ein Bundestagsmandat bewerben.

Übrigens: Aufgrund der insgesamt hohen Teilnehmerzahl ist das Projekt dringend auf Unterstützung angewiesen. Für Sponsoren gibt der gemeinnützige Trägerverein Kumulus spezielle „Juniorwahl-Aktien“ aus. · nie

Weitere Informationen unter http://www.juniorwahl.de.

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