Ausschuss befürwortet erweiterten Bebauungsplan

Zwei Hektar mehr zum Golfen

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Caddy-Master Dirk Hinners zeigt hier das viel gerühmte Biotop auf dem Golfplatzgelände. Laut Erweiterungs-Bebauungsplan soll der grüne Bereich drumherum künftig mit bespielt werden. 

Achim - Steigenden aktuellen Ansprüchen genüge die jetzige Neun-Loch-Kurzbahnanlage auf dem Achimer 18-Loch-Golfplatzgelände in Badenermor nicht mehr. Um sie über den Übungsplatz-Status hinaus zu verbessern, sollen daher rund zwei Hektar zusätzlich auf dem clubeigenen Gelände sportlich genutzt werden.

Den entsprechenden vorhabenbezogenen Bebauungsplan samt dazu nötiger Flächennutzungsplanänderung befürwortete jetzt der Achimer Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr mehrheitlich.

Es gab jedoch auch Gegenstimmen von seiten der Grünen und eine Enthaltung von Petra Geisler (SPD).

Joachim Schweers (Grüne) etwa vermisste in den Planunterlagen erneut konkrete Angaben zur Mengenbegrenzung beim Einsatz von Pestiziden hier im Bereich eines Trinkwasserschutzgebietes. Zudem seien Ausgleichsmaßnahmen zum Verlust bisher unberührter Naturflächen sehr unklar festgelegt.

Petra Geislers Kritik zielte vor allem auf das Teich-Biotop mit seltenen Libellen- und Pflanzenarten, welches sich in dem bisher nicht zum Golfen genutzten Teil des Geländes entwickelt habe. Wenn dieser Bereich bald mit bespielt werde, würden manche tierischen Bewohner wegen der wachsenden Unruhe von hier vertrieben.

Die städtische Achimer Umweltbeauftragte Marion C. Rusch machte deutlich, dass das Thema Pestizideintrag nicht Gegenstand des jetzigen Planungsverfahrens sei. Es gebe dazu aber Richtlinien des Landkreises und der Wasserbehörden, an die sich der Golfclub natürlich halten müsse. Ihrer Kenntnis nach sei bisher nichts beanstandet worden.

Es gebe Tabellen zum Eintragen der Pestizid-Mengen, und das werde vom Landkreis auch überprüft, ergänzte Wolfgang Heckel (WGA).

Was das Biotop angehe, seien mit Verden auch Möglichkeiten erörtert worden, ein Ersatzgewässer ganz in der Nähe neu anzulegen, teilte Heiner Heitzhausen aus der Bauplanungsabteilung der Stadtverwaltung mit. Es sei ein guter Kompromiss gefunden worden.

Der bisherige grünumwucherte Teich bleibe bestehen, doch der Schutzstatus verlagere sich auf das neu anzulegende Gewässer gleich daneben, erläuterte gestern vor Ort Golfclub-Manager Thomas Schmidt das Konzept.

Es habe sich ja auch schon Vieles an Flora und Fauna auf dem Golfplatzgelände entwickelt. Die jetzt im besagten Biotop vermutete seltene „Moosjungfer“-Libellenart sei aber bisher ebenso wenig nachgewiesen wie der legendäre „Wachtelkönig“, den einige vor dem Bau der Golfanlage auf dem Areal gesehen haben wollen.

Nach diesem unauffindbar seltenen Vogel wurde dann das Golfclub-Restaurant benannt . 

la

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