Veranstalter und Besucher des Achimer Weinfestes strahlen mit der Sonne um die Wette

Ein Wochenende wie ein Sommer-Happening

Achim wird zum Weindorf. Ist die Fußgängerzone belebt, entfaltet sie ihren Zauber. - Fotos: Hägermann (3), Brodt.

Achim - Schleierwolken über einem Weinfest sind völlig in Ordnung, Wasser im Wein ist es nicht. Zum Achimer Wein- und Winzerfest zeigten sich Bacchus und und sein übergeordneter Kollege Petrus einig. Von ihrer Seite sollte lange nichts die dreitägige Feier stören. Das vorzeitige Finale inszenierten sie dann allerdings dramatisch mit Platzregen, Hagel und Donnergrollen.

Allzu viele Besucher wurden deshalb am Sonntag aber nicht vertrieben, denn die hatten schon vorher angesichts der Backofenhitze das erfrischende Bad oder Balkonien vorgezogen.

Das Weinfest war, wie berichtet, am Freitagabend im Beisein der Mosel-Saar-Weinkönigin Sarah Schmitt und des Bürgermeisters Rainer Ditzfeld eröffnet worden. Tänzerische Einlagen gab es von den „Cheertastics“, gut was auf die Ohren von den Jagdbläsern Allerort.

Das hat bereits Tradition. Genauso wie die abendlichen Partys. Auf der ersten am Freitag präsentierte „Why not“ aus Bremen Hits aus den Siebzigern und Achtzigern. Am Samstagabend hatte die musikalische Allzweckwaffe DJ Darco seinen Auftritt. Ab 20 Uhr unterhielt er das Publikum mit einer Mischung aus älteren und neuen Stücken: „Ich habe ein Gefühl für die Stimmung der Leute“, verriet Darco.

Trink mer noch e Tröpfche....

Zwischen den beiden Partys lag am Samstagvormittag eine Weinverkostung, bei der diverse edle Tropfen zu günstigen Preisen probiert werden konnten. Am Nachmittag waren „Günni und Bernd“ an der Reihe. Dabei erwiesen sie sich als Schlager-Experten. Natürlich kamen auch die Kleinen etwas auf ihre Kosten. Dafür standen eine Hüpfburg und ein nostalgisches Karussell zur Verfügung.

Am gestrigen Sonntag hatten viele Geschäfte ihre Türen geöffnet und sorgten so für eine zusätzliche Belebung der Innenstadt. Das Einkaufsvergnügen wurde mit einer Ausstellung von Bildern gewürzt, die Kinder gemalt hatten. Schon am Vormittag hatte in der Herbergstraße der Floh- und Trödelmarkt begonnen, der von Juana Wetzel organisiert wurde und regelmäßig Schnappchenjäger lockt. Am Sonntagnachmittag zeigte auch der Zauberer Rumburak seine Kunst.

Wichtige Bestandteile eines gelungenen Wein- und Winzerfestes sind nicht nur die flüssigen Köstlichkeiten, sondern ebenso die handfest kulinarischen. Davon hatte das Wochenende einige zu bieten. Wer mochte, konnte Flammkuchen geniessen, aber auch Schmackhaftes vom Grill oder vegetarische Kost. Abgerundet wurde die Essenauswahl von süßen Leckereien. Italienisches Eis und Schmalzkuchen erfreuten sich großer Beliebtheit.

Die Organisatoren Helmut Hornig und Silke Struckmeyer, die das Fest zum neunten Mal organisiert hatten, zeigten sich am Samstagabend nicht nur wegen des umsatzfördernden Wetters aufgeräumt, sondern auch mit der Resonanz auf das Fest sehr zufrieden. „Die Aussteller“, sagte Hornig, „haben gute Geschäfte gemacht.“

Laut Hornig hat sich das Achimer Wein- und Winzerfest mit seiner besonderen Atmosphäre in der Stadtmitte etabliert: „Wir sind fast zu einer großen Familie geworden.“, sagte Hornig. Und Silke Struckmeyer ergänzte: „Dieses Wochenende kam mir vor wie ein Sommer-Happening“ - mit donnerndem Getöse zum Schluss.

häg

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