Marcel Ditzfeld fühlt sich bei den Grünen wohl

Wlan und E-Bike für seine Heimatstadt

Marcel Ditzfeld. - Foto: Brodt

Borstel - Der 21-jährige Marcel Ditzfeld ist nach seinem Realschulabschluss, seiner Ausbildung und folgenden Einstellung bei Elektro Wolters in Achim von seinem Beruf ganz begeistert. Der heißt Fachkraft für Energie- und Gebäudetechnik und wurde früher sicher Elektriker genannt. Nun hat er sich entschlossen, auf der Liste der Grünen für den Achimer Stadtrat zu kandidieren.

Der Großonkel, Johann Ditzfeld, gerade 80 Jahre alt geworden und seit 48 Jahren Kommunalpolitiker, und der Vater, jetzt Achimer Bürgermeister, haben ihn zum politischen Menschen gemacht.

Marcel Ditzfeld will sich engagieren, hat sich deshalb die Parteiprogramme und die Personen vor Ort angeguckt. Die CDU kam für ihn nicht in Frage, nachdem die seinem Vater übel und hinterhältig bei der Bürgermeisterkandidatur mitgespielt habe, wie er meint. Die ganze Familie Ditzfeld, auch er, waren damals aus der CDU ausgetreten.

Marcel ging bei seiner politischen Suche zur Versammlung der örtlichen Grünen, und es gefiel ihm, wie persönlich sie miteinander umgingen. Bei seiner Naturverbundenheit lag ihm diese Partei sowieso nicht so fern. Positiv findet er, dass ihm versichert wurde, er könne weiterhin seine Meinung vertreten und müsse sich nicht einem Fraktionszwang unterwerfen.

So würde er gerne in deren Fraktion seine Punkte für Achim vertreten, als da sind: öffentliches Wlan zum Beispiel im Rathaus, auf dem Bibliotheksplatz und im Freibad, überdachte Pavillons wie im Rathauspark als Treffpunkt für Jugendliche, E-Bike-Ladestationen, mehr Müllcontainer in der Marsch, die doch oft sehr verdreckt werde.

In seiner Freizeit hat Marcel Ditzfeld Fußball gespielt bei den dritten Herren des TSV Achim. Nach einem Meniskusschaden, den er sich nicht beim Kampf ums runde Leder zugezogen hat, ist daran aber erst einmal nicht mehr zu denken. Er wird wohl eher demnächst ein Fitness-Studio betreten.

Er trifft sich gerne mit Altersgenossen zum Klönen und Reden, und dann würden tatsächlich alle Smartphones auf den Tisch gelegt, damit die Daddelei nicht die Kommunikation stört.

Und was bedeutett es für ihn, dass sein Vater Bürgermeister ist? „Gar nichts“, sagt er in seiner jugendlichen Unbekümmertheit. Mit dem Vater trägt er schon mal zu Hause auch Meinungsverschiedenheiten aus, verrät er

Immerhin hat der Vater schon sein Amt als Wahlleiter in Achim niedergelegt, um nicht in Schwulitäten zu kommen wegen der Kandidatur seines Filius. Käme der in den Stadtrat, säßen die beiden zusammen in der Ratssitzung, denn der Bürgermeister hat kraft Amtes auch in der Ratssitzung eine Stimme wie jedes Ratsmitglied. - mb

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