Selbstverteidigungsexperte aus Südafrika schult Achimer Frauen und Karateka

„Wir haben gespürt, dass wir nicht hilflos sein müssen“

Selbstverteidigung ist gerade für Frauen und Mädchen sehr wichtig.

Achim - Dass es sich lohnt, über den Tellerrand zu schauen, haben die Karateka des TSV Achim in zwei ungewöhnlichen Selbstverteidigungskursen erlebt. Clinton Raymond Frieslaar (Südafrika) gilt als Experte auf dem Gebiet der realistischen Selbstverteidigung und hat jeweils einen Tag lang Achimer Frauen und Achimer Karateka seine Erfahrungen weitergegeben. „Ganz sicher einer der Höhepunkte in unserem ereignisreichen Übungsalltag“, so Sportwart Andreas Fahl.

Clinton Raymond Frieslaar (5.Dan) ist als Leiter des International South African Institute of Unarmed Combat der Experte in seinem Land für Selbstverteidigung. Personenschützer, die Polizei und die Armee haben ihn deshalb beauftragt, umfangreiche Schulungen durchzuführen. Der Kontakt zum TSV Achim kam durch Frieslaars Schüler Peter Enkemeier (1. Dan) zustande, der mit einigen Achimer Karateka befreundet ist.

Da muss auch ein gestandener Achimer Karateka gegenüber Clinton Raymond Frieslaar aus Südafrika „die Segel streichen“.

Am ersten Tag nahmen Achimer Frauen mit und ohne Karate-Erfahrungen am kostenlosen Workshop teil. Zwar sei allen bewusst geworden, dass man nach einem Tag Training keinesfalls perfekte Selbstverteidigungskenntnisse besitzt, doch alleine die Übungen gemacht zu haben, wurde allgemein als Bereicherung gewertet. „Wir haben gespürt, dass wir Frauen nicht hilflos sein müssen“, so Teilnehmerin Anja Wilks und ergänzt, dass der Gast „motivierend, freundlich und sehr kompetent war“.

Am zweiten Tag kamen dann mit den Trainern und einigen Aktiven der TSV-Karateka Kämpfer mit großem Vorwissen zu Clinton Raymond Frieslaar. Hier konnten der Gast und sein Schüler Peter Enkemeier denn auch in die Vollen gehen und ausführlich das Verhalten zum Beispiel bei Messerangriffen üben. 

Des Weiteren standen etliche Finessen des Nahkampfes, unter anderem Hebel, Bodentechniken und Ausweichen, auf dem Programm. Es ging insgesamt darum, die Vitalpunkte des Gegners (Organe, Nerven, Venen und Meridian-Punkte) zu erreichen und darauffolgend Bruch-, Wurf-, Würge- oder Fixiertechniken anzusetzen. Dabei betonte der Referent, dass es weniger um einen körperlich anstrengenden Kampf, sondern um Technik gehe.

Überwältigt von den vielen positiven Eindrücken, ließen es sich einige Achimer Karateka nicht nehmen, weitere Übungsstunden bei Clinton Raymond Frieslaar zu nehmen. Drei Wochen trainiert(e) er täglich mehrere Stunden in Bremen mit engen Schülern wie Peter Enkemeier und schult sie als Multiplikatoren für seinen Selbstverteidigungsstil.

Zudem steht im Rahmen der Präventionsarbeit ein Selbstverteidigungswochenende beim Gesundheitszentrum „Diako“ auf dem Programm.

Die Karateka des TSV Achim haben sich vorgenommen, das Gelernte in das eigene Training einzubauen und damit die Qualität der Übungsstunden noch zu steigern. „Insbesondere unsere Jugend- und Erwachsenengruppen, die einen Schwerpunkt in unserer Vereinsarbeit sind, werden davon profitieren“, meinten TSV-Trainer Markus Wilks (4.Dan) und Sportwart Andreas Fahl übereinstimmend.

Informationen zum Karate beim TSV Achim gibt es im Internet unter www.tsv-achim-karate.de oder auf der Facebook-Seite des Vereins.

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