Autohändler weist Uga-Vorwürfe zurück

„Wir haben das Geld nicht im Keller liegen“

Achim - Im Vorfeld des „Boxenstopps“, einer Autoshow des Oltimerclubs Altkreis Syke, am kommenden verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr in der Achimer Fußgängerzone hatte die verantwortliche Unternehmergemeinschaft Achim (Uga) auch heftige Kritik an heimischen Autohändlern geübt, weil die nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen.

In unserer Zeitung war zu lesen, diese Autohändler wollten ihre Wagen wohl nur in Thedinghausen, Langwedel und Verden zeigen, hätten aber wohl kein Interesse an der Präsentation ihrer neuen Modelle in Achim und an den Achimer Kunden. Das hat zum Beispiel Ralf Osmers, Inhaber des Autoservice Micheel (Suzuki und Gebrauchtwagen) in Embsen mächtig auf den Magen geschlagen und wütend gemacht.

Ab sieben Wagen kostet das Ausstellen 750 Euro

Er hat abgesagt, weil ihm dieser Spaß in Achim einfach zu teuer ist. Ab sieben präsentierten Wagen solle er 750 Euro zahlen, weil diese von 13 bis 18 Uhr in der Achimer Innenstadt stehen. Sein Personaleinsatz den ganzen Sonntag komme noch hinzu.

Osmers findet das unverschämt teuer. Bei den Festen in Oyten bezahle er dafür nur 50 Euro. Für den gesamten Thänhuser Markt von Freitag bis Sonntag müsste er dafür inklusive nächtlicher Bewachung nur 500 Euro zahlen, von denen noch etwas der Jugendfeuerwehr zufließe.

Der Chef des Autohauses ist nicht bereit, den Sündenbock zu spielen, weil einige mit der Achimer Veranstaltung viel Geld verdienen wollten. „Wir haben auch nicht das Geld im Keller liegen und müssen es nur hochholen“, sagt der Autohändler aus Embsen.

Hendrik Söhn: Übliche Messepreise

Die Unternehmergemeinschaft Achim hat die Organisation der Veranstaltung an „Nachtaktiv“ aus Langwedel vergeben. Dessen Chef Hendrik Söhn bestätigt uns, dass bis zu drei ausgestellten Autos 250 Euro, von vier bis sechs Autos 500 Euro und ab sieben Autos 750 Euro von den Autohäusern zu zahlen seien. Das seien übliche Messepreise, die er nehmen müsse, um die sonstigen Ausgaben zu finanzieren.

Wegen des finanziellen Ausfalls der Autohäuser, die letztes Jahr doch noch mitgemacht hätten, müsse er Teile des Programms wie Quadfahren und Bungeejumping streichen, kündigt er an.

Das könne er nicht ändern, solange die Unternehmergemeinschaft Achim das Fest in der Fußgängerzone nicht subventioniere, meint der Eventmanager. 

mb

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Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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