Voll besetzte Achimer Kirche bei Wolf-Lesung

Bücherei Hoffmann in Krimi eingebaut

Gute Bekannte seit längerem: Veit Hoffmann von der gleichnamigen Achimer Buchhandlung (links) mit dem Ehepaar Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf. Sie begleitete den Bestseller-Autor auf der Lesung mit Liedern über seinen Alltag.
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Gute Bekannte seit längerem: Veit Hoffmann von der gleichnamigen Achimer Buchhandlung (links) mit dem Ehepaar Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf. Sie begleitete den Bestseller-Autor auf der Lesung mit Liedern über seinen Alltag.

Achim - Mit Morden im Norden kennt er sich aus. Wenn wieder einmal ein Serientäter an der niedersächsischen Nordseeküste Grauen verbreitet, setzt er seine „Jägerin“ Ann Kathrin Klaasen auf den Fall an. Und bislang hat sie jeden Täter ergriffen - zwischen Tee trinken mit Kluntjes und Ostfriesentorte.

Dieses Mal war der „Tatort“ die Achimer Laurentius-Kirche. Krimiautor Klaus-Peter Wolf, bekannt für seine Ostfriesenkrimis, las aus dem neuesten und zehnten Klaasen-Fall „Ostfriesenschwur“.

Eingeladen hatte zur Lesung mit dem Bestsellerautor die Achimer Buchhandlung Hoffmann. In der mit 350 Zuschauern voll besetzten Kirche hingen alle an Wolfs Lippen und erlebten einen Krimiautoren, der locker, kurzweilig, witzig-verschmitzt sein Publikum elektrisierte.

Fast schon selbstverständlich: Auch sein zehnter Fall „Ostfriesenschwur“ rauschte von Null auf Hundert in die Spiegel-Bestseller-Liste. Seine Zuhörer fesselte er von der ersten Minute an. Wolf berichtete zum Beispiel, dass er seiner Mutter schon als Achtjähriger angekündigt habe, er wolle Bestseller schreiben. Das Publikum schmunzelt oder lacht herzhaft.

Dann liest er einige Szenen aus dem neuen Krimi, in dem „seine“ Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen einer schrecklichen Mordspur folgt, die mit einem abgetrennten Kopf auf Wangerooge und einem menschlichen Rumpf in Cuxhaven beginnt.

In einer anderen vorgelesenen Szene verwechselt der grummelige Polizist Rupert seinen ihm bis dahin unbekannten neuen Chef mit einem Fachmann für Kaffeeautomaten. Auch die erste Dienstbesprechung auf dem Revier enthält viel Situationskomik, und das Publikum lachte Tränen.

Der Wahl-Ostfriese Wolf strahlte: „Die erste Auflage von Ostfriesenschwur ist bereits vergriffen. Nun kommt die zweite.“ Seine Ostfriesenkrimis verkaufen sich seit Jahren wie geschnitten Brot, weil sie beste Unterhaltung bieten. Seine Fan-Gemeinde wächst bundesweit rasant an. Immer mehr wollen übers Morden im Norden lesen.

Den unterhaltsamen Abend begleitete Wolfs Ehefrau Bettina Göschl mit Liedern aus dem Alltag des Schriftstellers. Natürlich signierte der Krimiautor seine Werke in der Pause auch an einem Bücherstand.

„Klaus Peter Wolf ist zum achten Mal bei uns in Achim“, betonte Veit Hoffmann zufrieden. Der Buchhändler erinnert sich: „Angefangen haben wir mit der Lesung in unserer Bücherei. Wegen des großen Andranges zogen wir dann ins Kasch um, und nun sind wir damit bereits das zweite Mal in der Kirche.“

Besonders freut sich Veit Hoffmann darüber, dass im „Ostfriesenschwur“-Krimi die Romanheldin auch in seinem Buchladen zwischen Amtsgericht und altem Rathaus vorbeischaut und Ermittlungen zu ihrem Fall aufnimmt.

woe

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