Transibirische Eisenbahn garantiert günstigen Vertrieb

Der Trans-Eurasia-Express beliefert Firma einer Achimerin

Klaus Grotheer-Weber mit auffälliger, attraktiver Werbung, made in Shanghai. Foto: Brodt

Achim - Das Uphuser Ehepaar Klaus Grotheer-Weber und Juliane Weber betreibt kurz vor der Achimer Stadtgrenze im Bremischen Panrepel gleich zwei eher unscheinbare Firmen, Achim Production und Display-Production, bei denen kaum einer die weltweiten Bezüge vermuten dürfte. Aber ohne die Transibirische Eisenbahn zum Beispiel würde letztere Firma nicht laufen.

Es begann vor mehr als drei Jahren in Las Vegas, wo Klaus Grotheer-Weber, Inhaber von Achim Production, wieder einmal einen Messestand für eine Firma gebaut hatte. Das ist das Kerngeschäft der Firma in Mahndorf mit juristischem Sitz in Achim. Da war er in Las Vegas fasziniert von den Roll ups, den rollierenden Werbetafeln. Als Absolvent eines Elektrotechnik-Studiums sagte er sich: „So etwas kann ich auch bauen“ und fabrizierte einen Prototyp.

Schon bald war eine zweite Firma, die Display Production, entstanden, die Juliane Weber gehört und solche Roll ups, Beachflaggs, Werbewände und insgesamt 200 Werbeartikel vertreibt, die bei Messen, in und an Firmen oder in Schaufenstern platziert werden. Auch eine bundesweite Zeitarbeitsfirma ist Kunde.

Produziert werden die Artikel in China nach genauen Angaben der Firma am Panrepel. Die Kommunikation mit den Chinesen läuft auf Englisch über E-Mail, Whatsapp und Skype hervorragend.

Doch wie die Werbeartikel hierher schaffen?

Per Schiff würde es fünf bis acht Wochen dauern, doch diese Zeit haben die Kunden in der Regel nicht. Per Flugzeug wären die Werbeobjekte zwar sofort lieferbar, die Luftfracht wäre aber zigmal teurer als die Artikel selbst.

Aus der Patsche hilft dem Unternehmen die Transibirische Eisenbahn, der so genannte Trans-Eurasia-Express. Der Güterzug bringt die bestellte Ware von Shanghai in nur 18 Tagen nach Hamburg, wo sie Display Production und das Transportunternehmen TNT problemlos abholen können.

Donnerstag zum Beispuiel gingen 2,5 Tonnen Werbematerialien in Container verpackt in Shanghai auf die weite Reise nach Hamburg. Schon am 20. November dürfen Juliane Weber und Klaus Grotheer-Weber mit der von ihren Kunden begehrten Ware rechnen.

mb

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