CDU informiert sich bei Sapa in Uphusen 

16.300 Tonnen Aluminium im Jahr hier verarbeitet

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Geschäftsführer Wilfried Hodel gewährt der Achimer CDU interessante Einblicke in den wichtigen Achimer Betrieb. 

Uphusen - Sapa gilt als global führendes Unternehmen im Bereich Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Strangpress-Profilen, Bändern für Wärmetauscher, Bau-Komponenten und Aluminium-Systemen. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mit Zentrale in Oslo 23 000 Mitarbeiter in über 40 Ländern an 100 Standorten. Jetzt informierten sich die Achimer CDU und der Landtagsabgeordnete Adrian Mohr im Uphuser Werk.

Das ging aus der Aluminiumgießerei Klenke hervor, das zum Bremer Automobilhersteller Borgward gehörte und Bauteile für Motorblöcke produzierte. Später firmierte das Werk unter dem Namen Alcan. 1986 folgte die Übernahme durch den norwegischen Konzern Hydro und schließlich 2013 das Joint Venture mit dem schwedischen Unternehmen Sapa. Ziel war der Börsengang nach drei Jahren, dieser ist derzeit aber nicht absehbar.

Geschäftsführer Wilfried Hodel blickt dennoch positiv in die Zukunft: „Wir erfüllen besondere Ansprüche und liefern Komplettpakete aus einer Hand. Außerdem nutzt die Mittelstandsphilosophie des Großkonzerns unserem Standort“, benennt der Daverdener wichtige Wettbewerbsvorteile. „Da wir viel mit mittelständischen Kunden operieren, verhandeln wir stets auf Augenhöhe.“

Rohstoff liegt vor der Fertigungshalle bereit - jeder dieser Leichtmetallzylinder wiegt 500 Kilogramm.

Im Sapa-Werk in Uphusen entstehen stranggepresste Aluminiumprofile für Bauwesen, Automobilindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik, Büromöbel, Transport und ein geringer Teil für die Solarbranche.

Im vergangenen Jahr verarbeitete das Werk 16 300 Tonnen Aluminium bei einem Umsatz von 73 Millionen Euro. Die Bandbreite reicht vom gepressten Profil bis hin zur Oberflächenveredelung im eigenen Eloxalwerk. Die Weiterverarbeitung erfolgt je nach Anforderung durch thermisches Trennen, Langstanzen in Längen von 3000 bis 7100 Millimeter oder durch automatische Strahlanlagen. Ein strategischer Partner auf dem Nachbargelände erfüllt weitere Sonderwünsche.

Im Uphuser Werk arbeiten zurzeit 250 Menschen. Die P18-Presse wird im Drei-Schichtbetrieb in einer Fünf-Tage-Woche bedient, die P22-Presse ebenfalls in einer Fünf-Tage-Woche im Zwei-Schichtbetrieb.

Ein weiteres Werk in Rackwitz bei Leipzig unterliegt ebenfalls Hodels Geschäftsführung mit 200 Beschäftigten. Zusammen beliefern die Standorte 1.000 Kunden regelmäßig mit individuellen Produkten - für jeden Kunden stehen eigene Werkzeuge zur Herstellung besonderer Aluminiumprofile zur Verfügung.

Die Belegschaft kommt zum großen Teil aus der näheren Umgebung. „Früher kamen alle Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit“, erinnert sich der Chef, der vor vielen Jahren selbst eine Ausbildung im Werk absolvierte. Mit verbesserter Mobiltät habe sich das etwas verändert.

Der Frauenanteil liegt bei etwa 20 Prozent, ebenso der Anteil der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Industriekaufleute, Industriemechaniker, Maschinen- und Anlagenführer bildet der Betrieb selbst aus. Für den Produktionsbereich wählt die Personalverwaltung gerne eigene Hilfsarbeiter als Azubis aus, auch ohne Schulabschluss, oder Hauptschüler. Die Absolventen haben eine reelle Chance im Betrieb übernommen zu werden.

Sachgemäß interessierten sich die Kommunalpolitiker für die Probleme und Wünsche ortsansässiger Unternehmen. Schwierigkeiten gebe es immer mal, aber selten könne Politik dort helfen, räumt der Geschäftsführer ein. Jeweils eine Zu- und Ausfahrt für Laster wäre wünschenswert, aber die hohen Erschließungskosten hätten diesen Traum schon früh begraben.

Ferner sieht Hodel Sapa als Betrieb der Metallverarbeitung in einem sogenannten Mischgebiet mit einschränkenden Auflagen konfrontiert, aber damit müsse man eben zurechtkommen. Beschwerden der Anwohner wegen Lärmbelästigungen hingegen solle man lieber im persönlichen Gespräch klären, so sein Fazit. 

sch

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