Schüler des Kunstleistungskurses am „Cato“ zeigen Ausstellung im Rathaus

„Was ist eigentlich Heimat?“

Junge Künstler: Lea Pericie, Lisa Wilkens, Nadine Böhme, Alexander Laue und Jana Thies.
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Junge Künstler: Lea Pericie, Lisa Wilkens, Nadine Böhme, Alexander Laue und Jana Thies.

Achim - Von Desena Geist. „Heimat ist für mich ein Wohlfühlort“, erklärt eine junge Künstlerin vom Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium Achim und eine weitere fügt hinzu: „Heimat ist da, wo meine Freunde und Familie sind.“

Der Frage „Was ist eigentlich Heimat?“ sind die Schüler eines Kunstleistungskurses mit einer Ausstellung im Achimer Rathaus mit dem Titel „Heimatbilder aus der Sicht junger Künstler – Perspektivwechsel“ auf den Grund gegangen.

Die Ausstellung orientiert sich an den Werken des britischen Malers, Bühnenbildners und Grafikers David Hockney. Dieser entwarf 1982 bis 1987 die von ihm benannten „Joiner“, eine Art von Fotocollagen, die aus mehreren zu unterschiedlichen Tageszeiten oder in verschiedenen Größeneinstellungen aufgenommenen Fotos bestehen. Häufig waren die Motive Orte und Szenen aus dem Leben des Künstlers, sowie Räume und Porträts.

In diesem Zusammenhang haben die Schüler Fotos mit unterschiedlichen Ausschnitten von der Straße, in der sie wohnen, gemacht und diese anschließend in einer Fotocollage zu einem stimmigen Bild zusammengefügt. Als Besonderheit der von Kunstlehrerin Angelika Franke-Kunze gestellten Aufgabe musste jeder junge Künstler selbst in irgendeiner Form in dem Joiner auftauchen.

Interessant ist dabei zu sehen, wie die angehenden Abiturienten dies umgesetzt haben: Auf einem der Bilder sind lediglich die Füße des Künstlers zu sehen, eine andere Künstlerin sitzt, der Kamera den Rücken zugewandt, auf dem Boden und schaut sich die Häuser in ihrer Straße an, und auf einem weiteren Kunstwerk befindet sich die Künstlerin freudestrahlend in einer Altpapiertonne.

„Wir haben versucht, es nicht so langweilig, sondern interessant zu machen“, erklären die Schüler, und es ist ihnen gelungen, die Aufgabe mit viel Kreativität, künstlerischem Gestaltungssinn und Spaß zu meistern. Auch ist es für den Betrachter reizvoll, den Künstler selbst im Werk zu finden, denn dies ist nicht immer ganz so einfach.

Den Schülern gefiel bei Erstellung der Joiner besonders, dass man einen anderen Blick auf seine Heimat bekomme und diesen für andere dokumentieren könne. Am Künstler faszinierte sie besonders die Vielseitigkeit seiner Bilder.

Die Ausstellung wurde von den Schülern selbst konzipiert und das Rathaus als Ausstellungsraum gewählt, weil es aus ihrer Sicht der Mittelpunkt Achims ist, sodass besonders viele die Möglichkeit bekämen, einen Blick auf die Werke zu werfen. Beim Hängen der Bilder wurden die städtischen von den ländlichen Umgebungen getrennt, was die Vielfalt der Sicht auf den persönlichen Lebensraum verdeutlichen und somit den Perspektivwechsel unterstützen solle.

Auch wollen die Cato-Gymnasiasten wissen, wie die Besucher eigentlich ihre Heimat wahrnehmen und würden sich über Rückmeldungen freuen. Einen Gang ins Rathaus ist die kleine Kunstausstellung, die bis Donnerstag 28. Januar, im Foyer- des Verwaltungsgebäudes betrachtet werden kann, auf jeden Fall wert.

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