Institut Wellborg zieht auf andere Straßenseite

Neuer „Bestattungsweg“ bietet auch Chance für Ärztezentrum

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Das Bestattungsinstitut Wellborg verlässt seinen Stammsitz an der Obernstraße 88 in Achim. Dadurch könnten die beiden benachbarten Ärztezentren näher zusammenrücken.

Achim - Das Bestattungsinstitut Wellborg tauscht seinen Stammsitz an der Obernstraße 88 mit einem Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Samt einem geplanten „Bestattungsweg“ rückt es damit näher an den Friedhof am Rathauspark. Der Umzug erlaubt zudem, dass die bisher getrennten Ärztezentren an der Meislahn- und Obernstraße sich räumlich zusammenschließen können.

Noch stehen diesem Vorhaben jedoch die Häuser an der Obernstraße 82 und 84 im Wege. Die Verhandlungen zwischen den Eigentümern und Investoren liefen noch, informierte Stadtplaner Heiner Heitzhausen am Dienstag in der Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, der die Pläne zur Neugestaltung an diesem Tor zur Achimer Innenstadt einhellig begrüßte.

Der Bau des neuen Bestattungsinstituts an der Obernstraße 85 hat bereits begonnen. Für den rückwärtigen Teil des Grundstücks billigte der Ausschuss den Antrag zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans, damit das Unternehmen Wellborg dort „maximal fünf Parkplätze“ schaffen kann, dennoch aber große Bäume und die „landschaftlich bedeutsame Böschungskante“ im Übergangsbereich zum Rathauspark erhalten bleiben.

Hilke von Mach-Eickhorst, Inhaberin des Bestattungsinstituts, berichtete im Ausschuss, dass ihr das Grundstück vom vorherigen Eigentümer angeboten worden sei, und stellte dann die Planung für das Gebäude mit „fünf barrierefreien Wohnungen“ und für die Freiflächen kurz vor. Die neue Feier- oder Trauerhalle im Erdgeschoss mit doppelflügeliger Tür werde den Blick auf einen schön gestalteten Garten freigeben – und auf den „Bestattungsweg“. Das erlaube den Angehörigen, in besonders würdevoller Weise von dem oder der Verstorbenen Abschied zu nehmen, sagte von Mach-Eickhorst. In geschwungener Form werde der Weg über die Böschungskante hinweg zur Straße Am Rathauspark führen; dieser Zugang soll gleichzeitig auch als Zufahrt für die Stellplätze dienen.

„Ein sehr überzeugendes Konzept“, lobte Monika Nadrowska, Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung im Rathaus. Kahlschlag wie bei anderen Bauprojekten in Achim schloss die Vorhabenträgerin, die auch die Kosten des beschleunigten Genehmigungsverfahrens trägt, ausdrücklich aus. Auf Nachfrage von Petra Geisler (SPD) versicherte von Mach-Eickhorst, dass auf dem Grundstück lediglich „dünne Nadelbäume“ gefällt werden sollen.

Das Konzept für den Außenbereich greift nach Angaben der beauftragten Landschaftsarchitektin, Professorin Verone Stillger, das Thema „Blühen – Wachsen – Vergehen“ auf. Der „Bestattungsweg“ werde mit einer wassergebundenen Decke und einzelnen Schrittplatten gestaltet, begleitet von Obstbäumen in alleeartiger Pflanzung, Staudensaum und Wiesenflächen. In einem Bogen soll der Höhenunterschied mit einer Art hölzerner Steg zum unteren Grundstücksteil Richtung Friedhof überbrückt werden. Ein an der Seite zum Park im Unterwuchs entdecktes kleines kulturhistorisches Landschaftselement, eine Art Grotte, will die Bestatterin wieder herstellen lassen. Einzelne Heckenelemente aus Hainbuche oder anderen heimischen Sträuchern auf der Wiesenfläche sollen dieses Element in der Form aufgreifen. 

mm

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