Städtische Fläche am Roggenkamp

Neue bezahlbare Wohnungen in Achim: Fündig geworden

Die geplanten neuen Wohnbereiche aus der Vogelperspektive. Stadtplanerin Monika Nadrowska von der Achimer Verwaltung betonte dabei immer wieder, dass es sich hier nur um erste Vorüberlegungen zum großen Projekt handele. Zur Orientierung: Rechts oben verläuft die Landesstraße zwischen Achim und Bierden. Vom Weizenkamp rechts unten knickt der Roggenkamp nach rechts ab.

Achim - Am Roggenkamp und Weizenkamp soll eine bisherige allgemeine Lücke des Achimer Wohnungsbaus deutlich verkleinert werden, und ein Bremer Investor steht dafür schon bereit. Das erfuhren jetzt die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung von Stadtplanungs-Fachbereichsleiterin Monika Nadrowska.

Die Lücke klafft im Bereich bezahlbaren Wohnraums für Singles, dem Elternhaus entwachsene junge Leute, für nicht so vermögende Paare und allgemein für Menschen, die sich Komfortwohnungen oder ganze Häuser nicht leisten können. Auf Einfamilienhäusern und hochwertigen Angeboten lag jedoch bei den zuletzt entwickelten großen Neubaugebieten eindeutig der Schwerpunkt.

Es wurde daher extra eine interfraktionelle Arbeitsgruppe „Bezahlbarer Wohnraum“ gebildet, „und wir sind jetzt schon relativ weit“, freute sich die Planerin aus der Verwaltung.

Zunächst mal ist an das städtische 2000-Quadratmeter-Grundstück am Bierdener Roggenkamp gedacht. Im dortigen Wohnhaus sind jetzt Obdachlose untergebracht. Das Gebäude ist ziemlich lädiert und müsste früher oder später ohnehin abgerissen werden.

Vor allem gab es aber auch schon interessante Gespräche mit Eigentümern angrenzender Flächen. So beabsichtigt der Besitzer eines 8500 Quadratmeter umfassenden Grundstücks, seinen Betrieb zu verlagern und hat schon einen Antrag auf wohnbauliche Nachnutzung gestellt. Weiter liegt der Stadt die Bauvoranfrage für eine 2100-Quadratmeter-Fläche am Winterweg vor.

Die Bremer Projektentwicklungsgesellschaft Grosse habe mit den gewerblichen Grundstückseignern gesprochen und „über die wesentlichen Modalitäten eines Ankaufs Einigung erzielt“, teilt die Verwaltung in den Sitzungsunterlagen mit.

Diese Gesellschaft habe ihr Interesse angemeldet, vor allem Mietwohnungen zu schaffen – wobei der Anteil öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbaus rund 20 Prozent ausmache.

Für das heutige Betriebsgelände gibt es schon ein Architektenkonzept, das zwei- bis dreigeschossige Gebäude mit einem „Wohnungsmix“ unterschiedlich großer Wohnungen vorsieht.

Einmütig signalisierten die Auschussmitglieder Wohlwollen gegenüber den Planungen. Mit einbezogen werden soll später das vom Landkreis zur Unterbringung von 40 Flüchtlingen angemietete, frühere Runken-Gebäude an der Bremer Straße 70.

Hans-Jürgen Wächter (SPD), der in Vertretung des erkrankten Ausschussvorsitzenden Werner Meinken die jüngste Sitzung leitete, hatte unter allgemeiner Zustimmung aber auch deutlich gemacht, dass vor Beginn der Umsetzung eines so großen Wohnungsbauprojektes noch viele wichtige Daten unbedingt geklärt sein müssten.

Das reiche vom Parkplatzbedarf und zusätzlicher Erschließung der Bauflächen bis hin zu weiteren Kindergarten- und Schulplätzen, die benötigt werden. Auch die jetzigen Anwohner müssten selbstverständlich bei dem Projekt gleich mit einbezogen und gehört werden.

Stadtplanerin Nadrowska verdeutlichte daraufhin, dass es bisher nur um erste Vorüberlegungen gehe, dass das Planverfahren wohl frühestens im Herbst 2017 beginnen könne und daher auch zur Anzahl der möglichen neuen Wohneinheiten heute noch nichts gesagt werden könne.

Immerhin aber wurden die Bauabsichten im Grundsatz schon mal allgemein begrüßt. 

 la

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