ADFC-Ortsgruppe radelt in sechs Etappen vom Weserbergland bis Achim

Märchenhafte Reiseroute

Bodenwerder gilt als Heimat des Barons von Münchhausen. Auch das Wahrzeichen am Ortseingang, an dem sich die ADFC-Reisegruppe zum Erinnerungsfoto aufstellte, erinnert an den Lügenbaron.

Achim - Eine buchstäblich märchenhafte Reise unternahmen jüngst Pedalritter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Achim. Gemeinsam erkundeten sie die Deutsche Märchenstraße. Eine Gruppe von 15 Radfahrern fuhr unter der Leitung des ADFC-Tourenleiters Fred Laackmann und der stellvertretenden Tourenleiterin Carmen Vogel zunächst mit dem Zug bis zum Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe.

Von dort radelten sie etwa 40 Kilometer zum Staatspark Karlsaue, einer beeindruckenden historischen Parkanlage mit zahlreichen künstlich angelegten Stillgewässern, die nur der Entfaltung von Flora und Fauna dienen. Anschließend fuhr die Gruppe auf dem Fulda-Radweg entlang, meistens nah am Wasser oder durch den Wald bis in die mit Fachwerk geschmückte Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden. Mit rund 700 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten, Weserrenaissance-Bauten, alten Brücken und Wehrtürmen, zählt die Handelsstadt zu den Fachwerkstädten von europäischem Rang. Nicht zu vergessen: Die Persönlichkeit des Doktor Johann Andreas Eisenbart ist mit der Weserstadt verknüpft.

Von Hann. Münden nahm man Kurs auf den Weser-Radweg, der sich seinen Weg durch die Höhenzüge der Region Weserbergland bahnt. Weiter ging es über die Orte Altmünden, Gimte und Reinhardshagen. Letzterer gilt als Eingangstor in den sagenumwobenen Rheinhardswald mit der Sababurg – angeblich das Schloss, in dem Dornröschen in ihren hundertjährigen Schlaf gefallen ist.

Der weitere Weg führte über Helmeln, direkt entlang des Flusses über Bursfelde mit seinem ehemaligen Benediktkloster nach Oberweser. Hier verbrachten die Brüder Grimm schon ihren Urlaub. So ist der gestiefelte Kater die Märchenfigur von Oberweser-Oedelsheim, Schneewittchen und die sieben Zwerge sind in Oberweser-Giegelwerder zu Hause.

In Warmbeck erlebt man einen Hauch von Nostalgie an der Weser: Wie in alten Zeiten bringt die Gierseil-Fähre Personen, Radler, Tiere und Fahrzeuge nur mit der Kraft des Wassers sicher über den Fluss. Weiter nach Bad Karlshafen – vom Landgraf Carl zu Hessen um 1700 erbaut, gilt die Barockstadt als eine Perle des Weserberglandes.

Hinter der Burg Beverungen locken die Hannoverschen Klippen. Seit 2011 thront auf einem der sieben Felspfeiler der „Weser-Skywalk“, eine Aussichtsplattform auf zwei Ebenen, von denen eine fünf Meter nach vorn über die Klippen ragt. Über Fürstenberg mit seinem Schloss, Boffzen mit dem Glasmuseum und der Ölmühle, ging es bergab zur fachwerkbunten Stadt Höxter. Über Holzminden führte der Weg nach Bevern und Polle. Dessen Wahrzeichen ist die Burg der Grafen von Everstein, wo das Aschenputtel zu Hause ist.

Bodenwerder wiederum ist weltbekannt als Heimat des sagenumwobenen „Barons von Münchhausen“. So kann man den Spuren des unvergleichlichen Fabulierers im Münchhausen-Museum, bei einer Führung durch die historische Altstadt, beim Münchhausen-Spiel oder beim Münchhausen-Musical folgen.

Auch Hameln, als Rattenfängerstadt weltweit bekannt, hatten die Reisenden selbstverständlich mit auf der Liste. Dort erlebten sie eine sehr gelungene und auch amüsante Stadtführung mit dem Rattenfänger.

Über Hessisch-Oldendorf und Rinteln führte der Weg nach Porta Westfalica, dessen Hauptattraktion das monumentale Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist, das über der Weser thront. Von dort aus geht es hinaus in die Norddeutsche Tiefebene nach Minden. In Minden, am größten Wasserkreuz der Welt, quert der Mittellandkanal in 13 Metern Höhe die Weser.

Die Gruppe setzte ihre Reise von Minden zur Heimat der Weißstörche nach Petershagen fort und fuhr dann weiter nach Buchholz, Stolzenau, Liebenau und Estorf. Durch Leseringen und den Nienburger Bruch führte die Route in die Stadt Nienburg, die auch als Spargelstadt bekannt und weit über die Grenzen Niedersachsens berühmt ist. Darüber hinaus hat die Stadt eine über 1000-jährige Geschichte und die berühmten „Nienburger Bärentatzen“ zu bieten.

Letzte Etappe: Hoya mit dem historischen Rathaus, der Altstadt, der Grafenkirche. Auf dem Weg nach Dörverden wurden die Fahrradfahrer auf das Wolfscenter in Barme hingewiesen. Dörverden selbst beeindruckt mit der restaurierten Galerie-Holländer-Windmühle und dem Kulturzentrum Ehmken Hof. Danach ging es weiter über Magelsen, Dahlhausen, Oiste und Intschede, wo sich alle bei Sonnenschein Kaffee, Kuchen und Eis schmecken ließen. Gut gestärkt ging es auf das letzte Teilstück der Radtour über Morsum zurück nach Achim.

Fazit der Teilnehmer: Es war eine sehr schöne Fahrradtour mit vielen Eindrücken.

Mehr zum Thema:

Dardais Überraschungsteam

Dardais Überraschungsteam

500 Zivilisten in Aleppo getötet

500 Zivilisten in Aleppo getötet

Grundschule Horstedt feiert Geburtstag

Grundschule Horstedt feiert Geburtstag

Nikolaus im Kindergarten Stuckenborstel

Nikolaus im Kindergarten Stuckenborstel

Meistgelesene Artikel

Süßes vom Nikolaus auch für große Werder-Kicker

Süßes vom Nikolaus auch für große Werder-Kicker

Nikolausmarkt in Dörverden - wohltuend und wärmend

Nikolausmarkt in Dörverden - wohltuend und wärmend

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Feuerwehr kann Mercedes nicht mehr retten

Kreativ und international

Kreativ und international

Kommentare