Ingo Müller tritt aus dem Hintergrund

Liebe zum Straßenhund und zum Jazz

Ingo Müller mit seinem Hund Murphy. Foto: Sommerfeld

Achim - Über Mangel an Hobbys kann er nicht klagen, und am Sonntag, so hofft Ingo Müller, kommt noch eins dazu: ein Sitz im Achimer Stadtrat. Der Bierdener kandidiert für den Rat und steht auf Platz 1 der FDP-Liste für Achim-West.

Geboren in Bremen, zogen die Eltern Müller mit Sohn Ingo 1984 nach Bierden. „Inzwischen bin ich seit 32 Jahren Achimer und fühle mich hier wohl“, sagt der 46-Jährige. Er ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Beruflich kommt er viel herum: Er arbeitet als Beratungsingenieur für Beleuchtung im Außendienst.

Seine Freizeit verbringt Ingo Müller am liebsten mit seiner Familie. „Ich bin nun mal ein Familienmensch“, bekennt er. Da passt es gut ins Bild, dass gemeinsam gekocht wird. Spaziergänge mit Hund Murphy genießt die Familie ebenfalls.

„Murphy ist ein rumänischer Straßenhund. Als wir auf der Suche nach einem Hund waren, entdeckten wir sein Foto im Internet und wussten sofort: Der ist es“, erzählt Müller. Die Familie fuhr nach Osterholz in die Hundeauffangstation und machte sich mit Murphy vertraut.

Selbstredend, dass der Bierdener auch Fußballfan ist: Werder Bremen ist sein favorisierter Verein.

Außerdem spielt er mit seinem großen Sohn Finn Dart. Dazu kommt seine Skatrunde. „Begonnen hatte es mit einer Skatrunde im Gemeindehaus. Doch die löste sich im Laufe der Zeit auf, und wir vier sind übriggeblieben“, sagt er.

Ganz allein – ohne Familie – besucht Müller Konzerte. „Das liegt an meinem Musikgeschmack: Ich höre gern Jazz“, erzählt er schmunzelnd. Soweit es seine Zeit zulässt, liest er. „Bei einigen Hobbys will ich kürzertreten“, hat er sich vorgenommen.

Wenn man es genau nimmt, gehört Politik seit 2008 ebenfalls zu Müllers Hobbys: Dann trat er in die Achimer FDP ein. Das kam so: „Zuvor diskutierte ich viel mit einem Bekannten, der mich zu Tagungen des Stadtverbands mitnahm“, berichtet er. Dort fühlte er sich aufgehoben. 

Die Folge: Er trat in die Partei ein und wirkte im Hintergrund. Jetzt sieht er die Zeit gekommen, sich noch mehr zu engagieren: „Die Diskussion über die IGS hat mich aufgeregt, und nur von außen zu reden reicht mir nicht.“ Er setzte sich gegen die Gründung der IGS in Achim ein. Weitere Themen, die ihm wichtig sind: Eltern sollen selbst entscheiden, auf welche Schule sie ihr Kind schicken – räumlich betrachtet: „Warum soll ein Kind in die Grundschule im Wohnort gehen, wenn eine andere Grundschule besser ist?“ Zudem will er sich für den Erhalt der Förderschulen einsetzen.

Der sozialliberale Bereich ist es, in dem Müller sich wohlfühlt – dabei stehen die Themen „Freiheit“ und „Verantwortung“ an erster Stelle: „Jeder soll sich frei entfalten können und zugleich die Verantwortung für das eigene Tun übernehmen.“ Demzufolge hat er sich für seine Ratsarbeit vorgenommen: „Nicht Parteiinteressen stehen für mich an erster Stelle, sondern das, was für Achim gut ist, und ich will konstruktiv mit Respekt und Achtung vor den Menschen diskutieren.“ - is

Mehr zum Thema:

Bilder: So machen sich die Bayern fit für Atletico

Bilder: So machen sich die Bayern fit für Atletico

Bilder: Max Mannheimer wird in München beerdigt 

Bilder: Max Mannheimer wird in München beerdigt 

Kochen mit den Landfrauen Verden 

Kochen mit den Landfrauen Verden 

Projektwoche der Rotenburger Schule am Grafel

Projektwoche der Rotenburger Schule am Grafel

Meistgelesene Artikel

Ausgesprochen gute Resonanz

Ausgesprochen gute Resonanz

Ottersberg feiert bei traumhaftem T-Shirt-Wetter seine „fünfte Jahreszeit“

Ottersberg feiert bei traumhaftem T-Shirt-Wetter seine „fünfte Jahreszeit“

Alpenhorn rockt altehrwürdige Bühne

Alpenhorn rockt altehrwürdige Bühne

Fast wie im Süden Europas

Fast wie im Süden Europas

Kommentare