„Abi was nun?“ am Cato-Gymnasium mit geballter Ladung Information

Licht ins berufliche Dunkel

Intensive Gespräche an den Informationsständen.

Achim - Wer von den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9, 10 und 11 des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums bisher noch keinen Plan hatte, was nach der Reifeprüfung zu arbeiten oder zu studieren ist, könnte seit gestern klüger sein. Auf dem Berufsinformationstag (BIT) gab es Vorträge von insgesamt 43 Referenten, die Informationen zuhauf lieferten über diverse Berufsbilder und Studiengänge, sowie in der Aula Stände von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Hochschulen.

Oder anders: Fast 40 Anlaufstellen, um sich im persönlichen Gespräch ein gewisses Maß an Klarheit zu verschaffen, womöglich falsche Vorstellungen zu korrigieren, sich überraschen zu lassen oder ganz einfach die vielfältigen Gestaltungsformen der eigenen Zukunft zu entdecken. Ein breites Informationsspektrum garantierten so unterschiedliche Aussteller wie Banken, Polizeikommissariate, die Verwaltung des Landkreises, Großkonzerne, Rechtsanwälte, ein Discounter, die Lebenshilfe, Handwerksbetriebe oder eine Kunstschule.

Zusammengestellt hatten das Programm die beiden Lehrerinnen Heike Nieder und Angelika Kruse. Die BIT findet alle zwei Jahre statt. Für die Vorbereitung braucht es knapp ein Jahr.

Heike Nieder, Angelika Kruse, Schulleiter Dr. Stephan Krolle (alle auf dem Foto) und andere hatten viel für die Gymnasiasten auf die Beine gestellt. - Fotos: Hägermann

Die heiße Phase, in der an Details geschliffen wird, begann im Mai: „Wir verstehen uns als Zwei-Frauen-Unternehmen“, bilanzierten lächelnd Nieder und Kruse, um sogleich von dem „Top-Highlight“ der Veranstaltung zu schwärmen: „Für den Vortrag Work & Travel gab es im Vorfeld fast 100 Anmeldungen.“ Das Referat beleuchtete die Chancen und Umstände von Auslandsaufenthalten, die bei vielen jungen Leute besonders beliebt sind. Andere Menschen und Lebensentwürfe kennenlernen, dazu Sprachen und Kulturen – eine attraktive Mixtur für Studien- oder Berufsanfänger. Außerdem eine sinnvolle Art, Abstand vom Abi-Stress zu gewinnen.

Nicht nur Auslandsreisen sind begehrt, sondern ganz offensichtlich auch die Schülerinnen und Schüler des Cato-Gymnasiums. „Unsere Schule hat bei Ausbildungsbetrieben und Unternehmen einen sehr guten Ruf“, sagte Schulleiter Dr. Stefan Krolle. Dieses Renommee reicht weiter als vermutet: „Als ich in Mainz ein Referat über ein geschichtliches Thema hielt, sprachen mich im Anschluss zwei Unternehmer an.“ Denen war weniger gelegen an geschichtlichen Zusammenhängen, sondern vielmehr an den Ausführungen des Schulleiters Dr. Krolle über die bekanntermaßen hohe schulische Qualität am Cato-Gymnasium.

Von einer Veranstaltung wie dem Berufsinformationstag profitierten Anbieter und Interessenten gleichermaßen, sagte Dr. Krolle. Die BIT schaffe eine Win-win-Situation.

Sarah und Johanna, beide Schülerinnen des 10. Jahrgangs, bewegten sich sehr zielgerichtet auf dieser Ausbildungsmesse. Sie informierten sich am Stand von „Airbus“, suchten das längere Gespräche bei „Focke & Co“ und erklärten überall ihre Absichten. Sarah fasst nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zur Industriekauffrau ins Auge, Johanna liebäugelt ebenfalls mit einer frühzeitigen Berufsausbildung, ist aber noch unschlüssig: „Ich werde wohl doch mein Abitur machen.“

Gut informiert fühlten die beiden Schülerinnen sich an allen Ausstellungsständen. Für die Nachbereitung des BIT im Unterricht und zur privaten Lektüre hatten die beiden Jugendlichen sich mit vielen Fachbroschüren versorgt.

Fachvorträge vom Uni-Professor über den Arzt und Firmenchef bis zum Kreisblatt-Redaktionsleiter rundeten diese Berufsinformationen ab.

häg

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