Fit für Hörspiel-Produktion

Lesementoren – digital geschult

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Mikrofon auf den Tisch, anschalten – und los geht die Hörspiel-Produktion. Patrick Jäkel (stehend) von der niedersächsischen Landesmedienanstalt leitet die neuen Lesementoren der Liesel-Anspacher Schule an, damit sie später selbst beim Einsatz in Hortgruppen kompetent mit dortigen Kindern Hörspiele erarbeiten können. Rechts Holger Nanz vom Verein Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe Achim (Sofa), der wie die Bürgerstiftung das mehrfach preisgekrönte Lesementoring-Projekt von Beginn an unterstützte.

Achim - Manche sind sehr kreativ, andere können gut organisieren, wieder andere sich gefühlsmäßig sehr gut auf Mitmenschen einstellen.

Viele Talente schlummerten in den Hauptschülern, nur wüssten die es oft selber nicht, hat Steffi Lindenberg, Leiterin der Bibliothek in der Achimer Liesel-Anspacher-Schule, beobachtet. Gerade beim Lesementoring-Projekt aber blühten die hier Engagierten oft spürbar auf.

Mit einem zweitägigen Workshop hat die mittlerweile sechste Runde dieses mehrfach ausgezeichneten, von der Achimer Bürgestiftung maßgeblich mit geförderte Projekts begonnen. Zehn Mentoren werden auf ihre Aufgabe vorbereitet: In den kommenden Monaten vor allem Grundschülern in den neuen Bierdener Hortgruppenräumen Freude am Lesen und Umgang mit Büchern zu vermitteln.

Der Weg dorthin führt heutzutage an digitalen Medien nicht vorbei. Und so machte beim Workshop Patrick Jäkel von der niedersächsischen Landesmedienanstalt mit dem Multimedia-Mobil Station. Der 33-Jährige ist zuständig für die gesamte „Fortbildungsregion Niedersachsen Mitte“ und leitete die neuen Lesementoren aus neunten und zehnten Klassen bei der Produktion eines Märchen-Hörspiels an.

Während ihrer eigenen Fortbildung in Hannover hatte Steffi Lindenberg den Medienexperten kennengelernt und zum Abstecher nach Achim bewegen können.

Nicht nur Lesen in verteilten Rollen und das Aufnehmen mittels hochkarätigem Audiorekorder gehörten jetzt zur Mentoren-Schulung. Es ging auch ums Zusammenschneiden, Einspielen von Geräuschen und Musik sowie andere Techniken, die bis zur Hörspiel-Endfassung eingesetzt werden.

Ihr neues Wissen werden die Lese-Mentoren gleich in der nächsten Woche bei der Arbeit in Bierden einsetzen. Auch dort ist ein Hörspiel fest eingeplant.

Lese-Mentoren melden sich teils freiwillig für das Engagement außerhalb der Schulzeit oder werden auch von Lehrern empfohlen. Für erfolgreiche Ausbildung erhalten sie jeweils ein Zertifikat mit einem Jahr Gültigkeit. Dieser Nachweis besonderer Aktivitäten dürfte auch bei späteren Bewerbungen positiv zu Buche schlagen.

Die aktuelle Gruppe ist sehr international zusammengesetzt. Die Mädchen und Jungen kommen etwa aus Spanien, Polen, Russland und dem Sudan, sind zum Teil noch nicht lange in Deutschland, besuchten Sprachlernklassen und vertiefen nun als Mentoren ihre Kenntnisse weiter. Auf der anderen Seite dürfte die Zusammenarbeit mit jungen Menschen aus den verschiedensten Ländern auch für die Hortschüler sehr motivierend sein.

la

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