Zum Krankenpfleger / Nach über 20 Jahren Pause / Schule in Osterholz

Kliniken bilden wieder aus

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Die Zusammenarbeit in der Pflegeausbildung ist besiegelt. Aller-Weser-Klinik(AWK)-Geschäftsführerin Marianne Baehr und der Osterholzer Krankenhaus-Verwaltungschef Klaus Vagt geben sich darauf die Hand. Im Hintergrund zwei weitere führende Akteure bei der künftigen Kooperation: AWK-Pflegedirektorin Christine Schrader und Andreas Hinz, Leiter der Gesundheitsschule in Osterholz.

Achim/Verden - Noch nie gab es im Achimer Krankenhaus eine Krankenpflegerausbildung. Am damaligen städtischen Krankenhaus Verden gab es sie bis 1994. Jetzt, nach über 20 Jahren, bildet die Aller-Weser-Klinik (AWK) in Verden und Achim neu aus – an beiden Standorten.

Möglich wurde das durch Kooperation mit der Gesundheitsschule des Kreiskrankenhauses Osterholz-Scharmbeck. In dieser Schule nämlich absolvieren die angehenden Pflege-Fachkräfte jeweils 2100 Theoriestunden in drei Ausbildungsjahren.

Die Praxis lernen sie in mindestens 2500 Stunden pro Person überwiegend im Achimer und Verdener Krankenhaus kennen. Speziell ausgebildete „Praxisanleiter“ übernehmen die Betreuung.

Im Pflegebereich gibt es enormen Fachkräftemangel, ist immer wieder zu lesen. Alle, die die dreijährige Ausbildung erfolgreich samt Prüfung abgeschlossen haben, dürften somit kaum Probleme haben, sofort einen Arbeitsplatz zu finden.

Das versicherte gestern im Pressegespräch Andreas Hinz, Leiter der Gesundheitsschule. Es sei aber Ziel, die gut ausgebildeten Kräfte im eigenen Haus zu behalten, ergänzte Kliniken-Geschäftsführerin Marianne Baehr. Derzeit gibt es etwa 400 AWK-Pflegekräfte in Voll- und Teilzeit.

Je drei Krankenpflege-Ausbildungsstellen in Verden und Achim sollen nun eingerichtet werden. Die Klinik-Beschäftigten seien schon gespannt auf die neuen Azubis, erhofften sich frische Impulse und Ideen von den jungen Leuten, machte AWK-Pflegedirektorin Christine Schrader deutlich.

Der Nachwuchs wiederum profitiere durch Besuch der Gesundheitsschule vom Erfahrungsaustausch aus verschiedenen Krankenhäusern, hob Klaus Vagt, Verwaltungsdirektor des Kreiskrankenhauses Osterholz, hervor. Schüler etwa auch aus Wittmund und Lilienthal gehen auf jene Schule.

Ausbildungsvoraussetzung ist mindestens der Sekundar-I-Abschluss mit guten Noten und natürlich soziales Interesse an Menschen. Praktische Erfahrungen im Krankenhaus durch Bundesfreiwilligendienst, Praktikum oder FSJ sind ebenfalls gern gesehen.

Natürlich gebe es auch schon etliche Pflegekräfte mit Migrationshintergrund, darunter Frauen, die Kopftuch tragen, betonte Andreas Hinz auf Nachfrage. Inwieweit auch Flüchtlinge Pflegepersonal-Engpässe verringern könnten, hänge aber von den jeweiligen Vorkenntnissen und anderen anerkannten Qualifikationen ab.

la

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