Sicherer Schulweg durch weniger Verkehr

„Autofreie Woche“ an Grundschule Uesen

Kontaktbeamtin Katja Brammer (links) bildet regelmäßig Lotsen aus und befürwortet Aktionen wie die „autofreie Woche“. Rektorin Meike Wernwag, die Lotsen Olaf Lübben und Sandra Wasem (von links) unterstützen präventive Maßnahmen zur Sicherheit der Kinder. Schulkinder vergeben Stempel als Beleg für einen autofreien Schulweg ihrer Mitschüler. - Foto: Schmidt

Uesen - Für einen ökologisch verantwortungsvollen und vor allem sicheren Schulweg hat die Grundschule Uesen wieder eine „autofreie Woche“ ausgerufen: Schulkinder sind dazu aufgefordert, ihren Schulweg entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad (ab vierter Klasse) zu bewältigen. Mit einem Stempel quittieren Mitschüler morgendlich den abgasfreien Schulweg und nach Ablauf der Woche erhält die Klasse mit den meisten Stempeln einen Preis.

Die Aktion ist eine von vielen Maßnahmen zur Gefahrenprävention. „Insbesondere morgens zu Schulbeginn kommt es zu einem extrem hohen Verkehrsaufkommen rund um die Schulen, weil Eltern ihre Kinder direkt vor den Schulen absetzen“, erklärt die Achimer Kontaktpolizistin Katja Brammer. „Zum Glück passiert selten was, aber oft beobachten wir Beinaheunfälle, die in keiner Statistik auftauchen.“

Dabei wohnen die Kinder oft nahe der Schule, sie wollen ihren Schulweg in der Regel selbstständig bewältigen und beweisen, dass sie schon „groß“ sind. „Einzig viele Eltern pflegen Ängste und wollen ihren Sprösslingen solche Freiheiten nicht zugestehen“, erläutert Rektorin Meike Wernwag die Situation. Dabei müsse kein Kind alleine die Strecke laufen, denn vor allem morgens seien viele Kinder gleichzeitig unterwegs.

Um einen sicheren Schulweg zu koordinieren, hat die Grundschule Uesen darüber hinaus einen „Schulexpress“ ins Leben gerufen: Die Organisatoren haben Treffpunkte für die Kinder in den einzelnen Wohnviertel ausgeschildert, und von dort können sie gemeinsam zur Schule gehen. Klassenübergreifend erlernen sie auf diese Weise Selbstständigkeit, werden selbstbewusster und bewegen sich sicherer im Straßenverkehr.

Eine dritte wichtige Maßnahme besteht im Lotsendienst an Gefahrenpunkten. Ausgebildete Eltern sichern vor dem Schulbeginn Straßenübergänge. „Insbesondere an der Uesener Grundschule ist das Verkehrsaufkommen durch Berufspendler und Kita-Start ganz enorm“, erklärt Lotsenplaner Olaf Lübben. „Unsere Lotsen schützen die Kinder an der Fußgängerampel regelmäßig vor Rotlichtverstößen.“

Die Aktionen laufen bereits seit vier Jahren erfolgreich. „Viele Eltern schicken im Anschluss ihre Kinder alleine auf den Schulweg“, berichtet Brammer aus ihrer Erfahrung mit zig Schulen. Möglicherweise folgt deshalb in Uesen schon im Frühjahr eine weitere „autofreie Woche“. - sch

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