Bauingenieur ist für „Achim-West“

„IGS Achim zum Erfolg führen““

Wilfried Hirschmann. - Foto: Mix

Achim - „Schon lange politisch interessiert“, sei er, „aber ich habe nie Zeit gehabt, mich vor Ort einzubringen, da ich beruflich oft außerhalb unterwegs gewesen bin“, sagt Wilfried Hirschmann. Nun, mit 64 Jahren, ist der Diplom-Bauingenieur aus Achim Kandidat der SPD. In die Partei ging er bereits vor 40 Jahren, wegen Willy Brandt, der Aufbruchstimmung verbreitet und die Aussöhnung mit dem Osten betrieben habe.

Hirschmann stammt aus Bremen-Blumenthal. Also ja aus einer sozialdemokratischen Hochburg. „Ich war das rote Schaf in einer schwarzen Familie“, winkt er ab.

Der junge Mann arbeitete sich auf dem zweiten Bildungsweg nach oben. Nach dem Hauptschulabschluss und einer Lehre als Bauzeichner besuchte er eine Berufsaufbauschule, machte Fachabitur und studierte an der Hochschule für Technik in Bremen. „Als Ingenieur habe ich dann bei vielen Baufirmen gearbeitet.“

Seit 2014 ist Hirschmann bei der Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung in Bremerhaven beschäftigt. Mit dem Neubau des Cherbourger Tunnels hat das städtische Unternehmen gerade ein 140-Millionen-Euro-Mammutvorhaben zu stemmen. „Da geht es um die Anbindung der A 27 an den Hafen und die Entlastung von Wohngebieten“, erläutert der stellvertretende Projektleiter.

„Achim-West“, das eine ähnliche Dimension hat, aber noch längst nicht in der Bauphase ist, befürwortet er. Denn das neue Gewerbegebiet würde der Stadt Firmen und damit Arbeitsplätze und zum Beispiel für den Betrieb der zahlreichen Kindertagesstätten nötige Steuereinnahmen bescheren.

Darüber hinaus ist es dem Sozialdemokraten ein „Anliegen, die IGS Achim zum Erfolg zu führen“. Für das Gelingen der neuen Schulform, die ab dem kommenden Schuljahr an die Stelle der Haupt- und der Realschule treten soll, „würde ich persönlich Energie reinstecken“. Denn er finde es gut, wenn leistungsschwächere Kinder von -stärkeren etwas lernen könnten und umgekehrt Letztere „vielleicht Sozialverhalten beigebracht bekommen, denn wir müssen ja alle miteinander auskommen“, erläutert Hirschmann, dessen Tochter Amelie die IGS Oyten besucht.

Dringend müsste seiner Meinung nach das Erscheinungsbild der Innenstadt verbessert werden. „Schade, dass sie verkümmert.“ Vielleicht seien ja die Mieten für viele Händler zu hoch, überlegt er, hat aber auch kein Patentrezept für mehr Leben in der Fußgängerzone. Mit einer Schlafstadt Achim mag sich der 64-Jährige nicht anfreunden. - mm

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