Die heißeste Bude Achims

„Tag der Feuerwehr“ bietet spektakuläre Blicke hinter die Kulissen

Paul (2) treibt mit Unterstützung seines Vaters und von Mitgliedern der Achimer Jugendfeuerwehr per Wasserstrahl einen Ball durchs Stangenlabyrinth. - Fotos: Hägermann

Achim - Wer es am Sonntag heiß und nicht nur sommerlich warm mochte, war beim „Tag der Feuerwehr“ im und am Achimer Feuerwehrhaus gut aufgehoben. Dort gab es neben anderen Einsichten auch solche in eine hochmoderne Brandübungsanlage, die sich auf dem Gelände der Achimer Wehr befindet und derzeit unbestritten als „heißeste Bude Achims“ gilt. Mit ihr werden die Trainingsbedingungen der Brandbekämpfer optimiert.

An anderer Stelle hatte die VGH-Versicherung einen Truck geparkt, um über Feuergefahren im Haushalt und deren Vermeidung zu informieren.

Jens Warncke (li.) und seine Kameraden sind auf Personenrettung und Absturzsicherung spezialisiert.

Schwindelfreiheit wiederum ist eine Voraussetzung, um zum Team von Jens Warncke, das für die Personenrettung und die Absturzsicherung zuständig ist, zu gehören. Ihre Arbeit zeigten diese spezialisierten Feuerwehrleute in vergleichsweise geringer Höhe. Was dem Laien als weniger gefährlich erscheint, ist für die Profis eine große Herausforderung. Ihr Motto ist „Je höher, desto besser“, weil größere Distanzen auch mehr Raum und Zeit für wirkungsvolle Sicherungs- und Rettungsmaßnahmen lassen.

Als Feuerwehrmann ist Sven Karsten Späteinsteiger. Den Entschluss, sich bei der Achimer Wehr zu engagieren, fasste er vor acht Jahren. Damals war er vierzig Jahre alt. „Ein Arbeitskollege hatte mich angeworben“, erinnert sich Karsten, den „die Technik, die Möglichkeiten, Hilfe zu leisten, und die Kameradschaft“ lockten. Seine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: „Wir sind immer montags in der Zeit von 20 bis 21.30 Uhr im Achimer Feuerwehrhaus anzutreffen. Interessierte sind herzlich willkommen“, so Karsten.

Derzeit verfügt die Achimer Feuerwehr über rund 70 aktive Mitglieder. Der Nachwuchs wird in der Jugendfeuerwehr an die vielfältigen Aufgaben der Retter und Brandbekämpfer herangeführt. Das spielerische Moment hingegen steht im Vordergrund der Kinderfeuerwehr, die in Achim am Sonntag gegründet wurde.

Reiz der Feuerwehr bei den Kleinen ungebrochen

Sven Karsten erklärt Bent und seinem Vater technische Geräte.

Der Reiz der Feuerwehr ist bei den Kleinen ungebrochen. Matthes (6) hat schon erste Erfahrungen in der Badener Kinderfeuerwehr gesammelt und ließ sich unter anderem über die korrekte Handhabung eines Strahlrohrs informieren, während Bent (3) die Cockpits der verschiedenen Fahrzeugtypen des Fuhrparks faszinierten und die technischen Gerätschaften insgesamt. Derweil trieb Paul (2) mit Wasserkraft und Unterstützung einen Ball durchs Stangenlabyrinth. Feuerwehrmann wollen später alle Knirpse werden.

Wochenlang hatte die Achimer Feuerwehr diese Veranstaltung vorbereitet. Letztmalig war die breitere Öffentlichkeit vor drei Jahren eingeladen gewesen. Diesmal war der „Tag der Feuerwehr“ umfänglicher konzipiert mit noch größerem Angebot. Dabei spielte die Rettungshundestaffel SAR Hounds Elbe Weser eine ebenso wichtige Rolle wie der Rettungswagen des Roten Kreuzes oder die Aktion „Löschen – früher und heute“. Die ehrenamtlichen Retter zeigten ihre Handlungsschnelligkeit und Professionalität bei der Bergung von Verletzten nach einem Verkehrsunfall oder gewährten Einblicke in technische Finessen. Natürlich hatten die Gastgeber auch an das leibliche Wohl ihrer Gäste gedacht. Es gab handfeste Kost, aber auch eine große Auswahl an Kuchen. Der war von Freundinnen und Ehefrauen gebacken worden – oder von Männern, deren Partnerinnen selber in der Feuerwehr aktiv sind. 

häg

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