Zehnte Berufsfindungsaktion der Achimer Rotarier auf dem Schulschiff Deutschland

Hauptschüler ziehen wieder großes Los

Die Schüler der Liesel-Anspacher-Schule haben das Ruder fest im Griff, sicher auch mit Hilfe ihrer Lehrer sowie den Mitgliedern und Freunden der Achimer Rotarier. - Fotos Koch

Achim/Vegesack - Von Celine Koch. Respekt, Teamgeist und Pünktlichkeit – das sollen die 16 Hauptschüler der Liesel-Anspacher-Schule auf dem „Schulschiff Deutschland“ im Vegesacker Hafen beim Berufsfindungsprojekt des Rotary Clubs Achim und des Rotary-Stadttombola-Vereins auch lernen.

Bereits zum zehnten Mal, veranstalten die Rotarier in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Verden, dieses Projekt, das Hauptschulabgängern den Weg in die Ausbildungs- und Arbeitswelt erleichtern soll..

Von Mittwoch bis Freitag diser Woche und nächster Woche bleiben in zwei Etappen knapp 40 Schüler, auf dem Schulschiff und werden an jeweils drei Tagen auch von ihren Klassenleitern begleitet. Ganze 25 Firmen stellen sich ihnen auf dem Schiff mit ihren Berufsbildern vor. Darunter auch die Bundeswehr, die Aller-Weser-Klinik, Dodenhof, Airbus, Hol-Ab und viele weitere Firmen, die auch in sozialen und handwerklichen Bereichen tätig sind.

Leben und Lernen auf engstem Raum. Für die Schüler nichts Ungewöhnliches, schließlich ist das nicht der erste Ausflug als Klasse. Aber auf einem Schiff zu übernachten und zu essen, das ist für die meisten sicher etwas ganz Neues. „Hier ist einer für den anderen da“, sagt Rotarier Max Kausche begeistert. Sei es nun bei der Zubereitung des Frühstückes oder beim Aufräumen - Teamarbeit wird bei den Rotariern groß geschrieben.

Nachgestellte Bewerbungsgespräche

Auch Natalie Kolke, Berufseinstiegsbegleiterin der Liesel-Anspacher-Schule, ist mit an Bord und unterstützt ihre Schüler auch außerhalb des Projektes beim Erstellen ihrer Bewerbungsmappen und beim Bewerbungstraining. „Nachgestellt, aber realistisch“, soll es laut Kolke sein, die gerade erst zuvor ein Bewerbungsgespräch geführt hat. Zwei Mal insgesamt muss sich jeder Schüler den Fragen stellen, die der Bewerbungsprüfer an ihn oder sie hat. Dafür kann er zwei Arbeitsbereiche angeben, in denen er auch später gerne arbeiten möchte.

Um dies auch personell besetzen zu können, wird bei diesem Training auch vermehrt auf Freiwillige und Rotarier-Freunde zurückgegriffen.

Auch Julia Schmidt (16) und Laura Nauenburg (15) freuen sich über die Tage an Bord und haben schon recht konkrete Berufsvorstellungen.

Die Vorstellungsgespräche liefen für Laura Nauenburg (15) und Julia Schmidt (16) eigentlich genauso wie sie es erwartet hatten, denn die beiden haben auch schon ein genaues Ziel vor Augen, in welche Richtung es sie später beruflich verschlagen soll.

Laura möchte gerne Altenpflegerin werden, denn es macht ihr Spaß, mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen.

Und Julia strebt das Abitur an, um dann Pathologie zu studieren oder ansonsten eine Ausbildung zur Bestatterin abzuschließen. Beide haben auch schon zwei Praktika in diesen Bereichen abgeschlossen.

„Eine Supererfahrung und eine gute Zeit“, die Aussage würde vermutlich jeder der Schüler unterschreiben. Schließlich sei es auch etwas Gutes, was man hier lerne. Die oft abgeschriebenen Hauptschüler bekommen eine Perspektive.

Vor allem in den handwerklichen Berufen wird es immer schwerer, Auszubildende zu finden. So ist es sicher erfreulich zu sehen, dass schon einige Schüler Praktika zugesichert bekommen haben.

Perspektiven im handwerklichen Bereich

„ Es ist eine ganz andere Atmosphäre, viel entspannter. Man setzt sich mit ihnen zusammen an einen Tisch und kommt ins Gespräch.“ erklärt Kausche den Erfolg des Projektes.

Nach dem Projekt werden in jedem Jahr Broschüren gedruckt, die an 900 Firmen geschickt werden und einen kurzen „Steckbrief“ der Schüler als Bewerbung beinhalten.

Auch in Zukunft wollen die Rotarier weiterhin versuchen, das Projekt am Laufen zu halten, was wesentlich durch die Rotary-Stadttombola und die Arbeitsagentur finanziert wird.

40.000 Lose wurden in diesem Jahr verkauft, auch von Hauptschülern, die nach Schulschluss in drei verschiedenen Supermärkten und in der Fußgängerzone ihre Lose verkauften und somit auch einen eigenen Beitrag zu dem Projekt beisteuerten.

So wird man sich auch aus diesem Grund wieder auf die nächste Rotary-Stadttombola für gute Zwecke vor dem diesjährigen Weihnachtsfest freuen können.

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