Kampagne „clever heizen!“ im Landkreis Verden

Günstiges Beratungsangebot für Hauseigentümer

Unterstützen die Kampagne „clever heizen!“ im Landkreis Verden (v.l.): Landrat Peter Bohlmann, Gerhard Krenz (KEAN), Silke Brünn (Landkreis Verden), Lena Leonhard (LK Verden), Dr. Beate Patolla (KSK Verden), Volker Lück (LK Verden), Dorothee Mix (Norddeutsches Zentrum für nachhaltiges Bauen) und Claudia Mahlert (LK Verden). - Foto: Haubrock-Kriedel

Landkreis - Eine schlecht eingestellte Heizungsanlage verschleudert Monat für Monat bares Geld. Über 84 Prozent der im Haushalt verbrauchten Energie wird für Heizung und Warmwasser benötigt.

Dennoch arbeiten 71 Prozent der Heizungen in Deutschland ineffizient, verbrauchen mehr Energie als nötig. An diesem Punkt setzt die Kampagne „clever heizen!“ der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) an, die bereits in mehreren Regionen in Kooperation mit regionalen Partnern durchgeführt wird.

Im Herbst wird auch der Landkreis Verden Kooperationspartner der KEAN. Vom 20. September bis zum 20. November haben Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern im Landkreis die Gelegenheit, ihre Heizungsanlage von einem qualifizierten und unabhängigen Energieberater auf Effizienz prüfen zu lassen.

„Ein Großteil des Energieverbrauchs wird für Wärme benötigt. Wer das Klima schützen will, kommt an diesem Thema nicht vorbei. Wir haben uns überlegt, was man im privaten Bereich tun kann. Es war uns wichtig, ein preisgünstiges Beratungsangebot für Hauseigentümer zu schaffen“, so Landrat Peter Bohlmann.

„Wenn eine Heizung ineffizient läuft, kann das verschiedene Ursachen haben, vom Heizkessel über die Pumpe bis zur richtigen Voreinstellung der Thermostatventile“, erklärt Gerhard Krenz, KEAN. Im Durchschnitt sei eine Heizungsanlage in Deutschland 17,6 Jahre alt. „Das ist hart an de Grenze, dann ist die Effizienz nicht mehr gegeben.“

Viele Heizungen seien aber auch einfach nur nicht richtig eingestellt, zum Beispiel, wenn die Lebensumstände sich geändert haben und nicht mehr alle Räume ständig bewohnt sind. „Der hydraulische Abgleich ist noch zu wenig in den Köpfen“, weiß Krenz.

Bei dieser relativ einfachen Maßnahme zur Energieeinsparung werden alle Komponenten der Heizungsanlage, vom Heizkessel bis zur Pumpe genau auf den Energiebedarf des Hauses abgestimmt. An den Thermostatventilen wird durch Voreinstellung die Durchflussmenge des Heizwassers am Heizkörper exakt reguliert und an den erforderlichen Bedarf des Raumes angepasst. „Daten aus unseren bisher durchgeführten Beratungen besagen, dass nur knapp fünf Prozent der Heizungen hydraulisch abgeglichen sind, obwohl zwölf Prozent die Voraussetzungen dafür haben“, erklärt der Energieexperte.

Wertvolle Tipps zur Optimierung

„Alte Heizungspumpen brauchen das Zehnfache an Strom. Der Austausch hat sich in nur drei Jahren amortisiert“, so Krenz weiter.

Kommt der Energieberater ins Haus, gibt er wertvolle Hinweise zur Optimierung, klärt über Fördermöglichkeiten auf und versorgt die Hauseigentümer mit Informationsmaterialien. Die gesamte Beratung dauert circa eine Stunde. Die Heizungsberatung für Ein- und Zweifamilienhäuser im Landkreis Verden kostet nur 25 Euro. Dieses wird möglich durch eine Kooperation des Landkreises Verden mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Unterstützt wird das Angebot durch die Stadtwerke Achim, EWE, das Norddeutsche Zentrum für nachhaltiges Bauen und die Kreissparkasse Verden. „Für uns ist das ein Beitrag zum aktiven Umweltschutz. So günstig kommt man nie wieder an eine Beratung, die die Umwelt schützt und gleichzeitig Geld spart. Wir appellieren an alle Haushalte, dieses Angebot zu nutzen“, so Dr. Beate Patolla, Kreissparkasse Verden.

Ab dem 20. September kann beim Norddeutschen Zentrum für nachhaltiges Bauen unter der Telefonnummer 04231/6775100 montags bis freitags, 9 bis 12 Uhr, sowie montags bis donnerstags, 14 bis 18 Uhr, ein Termin für die Expertenberatung vereinbart werden. Die Aktion „clever heizen!“ endet am 20. November „Unser Ziel ist es, mindestens 100 Beratungen zu erreichen. Wir freuen uns natürlich über jeden mehr“, so Silke Brünn, Landkreis Verden.

ahk

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