Großes Abholzen: Stadt erläutert Gründe

„Fällen notwendig und abgestimmt“

Achim - Die Stadt Achim habe sich noch zurückgehalten. Statt des von der Landwirtschaftskammer vorgeschlagenen sechs Meter breiten Sicherheitsstreifens gebe es daher jetzt zur Wohnbebauung am Rand des Stadtwalds hin einen von nur vier Metern Breite.

„Die Bäume standen teilweise direkt an den Zäunen, ragten mit ihren Kronen weit über die Privatgrundstücke. Totholz konnte so nicht entfernt, die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet werden“, heißt es in Ausführungen der Verwaltung zum öffentlich viel kritisierten Fällen von insgesamt 116 Stadtwaldbäumen. Anwohnern erschien das als unsinniger Kahlschlag und Naturzerstörung.

Alles ist jedoch laut Stadt mit einem zertifizierten Baumkontrolleur der Landwirtschaftskammer besprochen, der zuvor vor allem die Waldränder und auch Stationen des Naturerlebnispfades in punkto Sicherheitsgefahren durch Bäume begutachtet hatte. Zu den Waldrändern gehöre auch das Landschaftsschutzgebiet „Schraderberg“. Die Maßnahmen hier seien daher auch „mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Verden in einem Ortstermin unter Beisein des zuständigen Försters abgestimmt worden“.

Die Bäume am frei geschlagenen Streifen bekämen nun mehr Licht und könnten sich entwickeln, ohne die Wohnbebauung zu gefährden. „Die Trasse soll in gewissen Abständen freigemulcht werden, so daß bei Notwendigkeit die Verkehrssicherheit leicht hergestellt werden kann“, wird angekündigt.

Die Wege des Naturerlebnispfades seien erstmalig auf Verkehrssicherheit überprüft worden. Es habe sich dort immer mehr Totholz angesammelt, „und die Stürme der letzten Jahre haben einzelne standunsicherer Bäume umgeworfen“.

Die Trampelpfade allerdings würden nicht kontrolliert. An den Eingängen werden auch darauf hingewiesen, dass hier „Nutzung auf eigene Gefahr“ gelte.

Die Verkehrssicherheitskontrollen im Wald gebe es ein- bis zweimal jährlich in Absprache mit der Landwirtschaftskammer. Die Ergebnisse würden dem jeweiligen Revierförster übermittel, der die Forstarbeiten koordiniert.

Alle Ausführungen der Stadt sind als Mitteilungsvorlage für die nächste Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr vorbereitet. Dieser Ausschuss tagt am Dienstag, 1. März, ab 17 Uhr im Ratssaal und beschäftigt sich unter anderem mit den jüngsten Maßnahmen im Stadtwald und insgesamt mit dem Stadtwald-Konzept.

la

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