Die FDP erholt sich von Tief und überflügelt WGA 

SPD bleibt knapp vor der CDU

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Gemischte Gefühle bei der SPD, die in Achim knapp vorne blieb. 

Achim - Von Manfred Brodt. Die SPD hat gestern Abend zwar ihr Wahlziel erreicht, stärkste Partei in Achim zu bleiben, aber nur knapp mit 1,7 Prozent vor der CDU. Während die SPD 4,3 Prozent gegenüber der Kommunalwahl 2011 verlor, büßte die CDU ein Prozent ein. Die Grünen verloren gegenüber dem früheren „Fukushima-Ergenis“ 4,7 Prozent , holten aber gute 13,7 Prozent. Die FDP erholte sich von ihrem Tief von 2011, legte um 4,7 Prozent auf 7,4 Prozent zu und wurde vor der WGA viertstärkste Kraft. Die WGA hatte sich auch leicht auf 6,67 Prozent verbessert. Die Linke verdoppelte ihren Anteil fast auf 3,6 Prozent, der parteilose Mindermann bekam 1,9 Prozent, während der Pirat unter einem Prozent blieb.

Dem neuen Stadtrat gehören somit 13 Vertreter der SPD, 12 der CDU, fünf der Grünen, je drei der FDP und der WGA, ein Linker und der parteilose Mindermann an.

Die Wahlbeteiligung lag bei schwachen 53,8 Prozent, was sicher auch dem Umstand geschuldet ist, dass die AfD bei der Stadtratswahl nicht angetreten ist. Sie hatte bei anderen Wahlen auch viele Unzufriedene als frühere Nicht-Wähler mobilisiert und ist bei der Kreistagswahl in Achim immerhin an die zehn Prozent herangekommen. Besonders hohe Wahlbeteiligungen mit über 60 Prozent gab es noch in den kleinen ländlichen Orten wie Bollen, Borstel oder Embsen, wo der Wahlgang noch Ehrensache zu sein scheint.

Zur Mobilisierung hat sicher auch nicht beigetragen, dass die Wahlprogramme der Parteien kaum unterscheidbar waren. Die Zukunft des Lieken-Areals war eigentlich das einzge große Streitthema.

Zwischen den einzelen Ortsteilen gibt es Unterschiede, wobei aber auch die einzelnen Stimmlokale innerhalb eines Ortsteiles große Differenzen nach Siedlungen und Straßen aufweisen.

Grüne stabil 

In Bollen hat so die SPD knapp die Nase vorn, Uphusen ist fest in der Hand der SPD, Bierden sieht ebenfalls die SPD vorne, Achim-Mitte ist gespalten mit einer gemischten Stadtmitte und einem roten Norden. Uesen sieht die SPD vorne, Baden und Badenermoor sind mittlerweile eher CDU-Land. Das gilt auch für das ländliche Embsen.

Die Grünen haben besonders gute Ergebnisse in Uphusen, Uesen und Bierden, die FDP in Achim-Mitte und Uesen. Linke Wähler sitzen am Paulsberg, in Uesen und in Baden. Die WGA behauptet sich besonders in Bierden, Achim-Nord und Baden. Der parteilose Wolfgang Mindermann spielte seinen Heimvorteil in Borstel und Embsen aus..

Neben allgemeinen Trends spielten auch die kandidierenden Personen eine Rolle. So fehlten der SPD diesmal die früheren Zugpferde Hans-Jürgen Wächter in Uphusen und Karlheinz Gerhold in Baden, während die CDU keinen Kandidaten Christian Petritzki in aden und Johann Ditzfeld in Borstel mehr hatte.

Dafür haben jetzt andere neue Kräfte ihre Popularität gezeigt.

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