Einweihung des Kindergartens an der Schule 

Bierden bietet besondere Bildungslandschaft

„Ich bin anders als Du. Na und? "J Fotos: Brodt

Bierden - Die Kinder der Grundschule und des Kindergartens hatten gestern Vormittag bei der nachgeholten Einweihung des Bierdener Kindergartens an der Grundschule dessen Philosophie in Gesang und Theater bestens erfasst: „Ich bin anders als Du. Na und? Das macht das Leben eben bunt“

Beim Theater mit den roten, gelben und blauen Fischen, die zunächst in verschiedenen Meeren, dann aber in einem gemeinsamen schwimmen, wurde die Idee der Toleranz, Integration und Inklusion ebenso vermittelt.

Der neue 3,15 Millionen Euro teure Kindergarten, den die Stadt Achim bauen ließ, der von der Lebenshilfe Verden schon seit dem 8. August betrieben wird, bietet auf 1380 Quadratmetern mit großem Außengelände eine Menge: Krippe, Kitagruppe für ältere Jungen und Mädchen, heilpädagogische Gruppe und Hort, ist selbstverständlich inklusiv und bestens verbunden mit dem Nachbarn Grundschule.

Wie Kindergartenleiterin Edith Rehling, und Ulrich Harnaut, Aufsichtsrat der Lebenshilfe Verden, feststellten ist hier in Bierden ein Familienzentrum, ein Kompetenzzentrum entstanden, das auch dem übrigen Ort, Vereinen, Verbänden und der Kirche zur Verfügung steht.

Der Neubau war notwendig geworden, weil die Kinderzahlen in Bierden mit dem Neubaugebiet Kämpe geradezu explodiert sind. Außer dem Neubau betreibt die Lebenshilfe so in Bierden im renovierten Altbau am Krankenhaus noch einen weiteren Kindergarten.

Stadträtin und Kinderärztin Dr. Petra Gölz, eine Freundin der Lebenshilfe, wie sie sagte, freute sich, dass hier Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam aufwachsen könnten.

Neubau war „mehr als fällig“

Wasser in den Wein goss trotz aller Frreude nur die Elternvertreterin Dr, Anna Möllenberg, die bedauerte, dass der nahe Bierdener Vereinssportplatz nicht in die neue Bildungslandschaft einbezogen und bei der Gestaltung des Außengeländes nicht die Wünsche der Eltern berücksichtigt worden seien. „Wir sind doch kein lästiges Übel“, sagte sie.

Keine Angst, die Kuh im Vordergrund hat sich nicht im neuen Kindergarten verirrt, sondern gehört zu seinem Spielbereich.

Als „mehr als fällig“ bezeichnete der stellvertretende Bürgermeister Reiner Aucamp diesen Neubau. Trotz des tollen Angebots blieben die elterliche Fürsorge und die Geborgenheit zu Hause wichtig. „Die Zeiten haben sich geändert“, stellte er fest und erinnerte sich, dass er in Baden bei seiner Mutter mit Spielen im Öllager und an der Weser vor mehr als sechs Jahrzehnten ganz anders aufgewachsen war. Eine Debatte, was besser ist, vermied er.

Eva Spilker vom Figurentheater Posthausen gab mit ihrer gekonnten Puppenshow allerdings eine eindeutige Antwort zugunsten dieses Kompetenzzentrum von Krippe bis Grundschule, das Familie plus Beruf ermögliche.

Nun, die Zeiten haben sich geändert, und schon wird in den nächsten Jahren über eine Erweiterung des gerade eingeweihten Kindergartens und einen Anbau für die Ganztagsschule in der Bierdener Bildungslandschaft diskutiert werden.

mb

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